Netzagentur will bei Vergleich der Netzentgelte keine Anbieternamen nennen
Die Kosten für den Betrieb der Netze werden laut Netzagentur nach Leitungslänge und differenziert nach der Absatzdichte in so genannten Strukturklassen verglichen. Die Kosten seien die ausschlaggebende Größe für die Höhe der Netznutzungsentgelte. Innerhalb der Klassen hätten sich dabei gravierende Kostenunterschiede gezeigt - mit Abweichungen um mehr als das siebenfache vom mittleren Wert. Diese Differenzen könnten nicht allein durch strukturelle Besonderheiten der einzelnen Unternehmen erklärt werden, sagte Netzagentur-Präsident Matthias Kurth. Vielmehr ließen sie auf "vorhandene Ineffizienzen" schließen. "Damit bestehen noch Effizienzreserven beim Betrieb der Energieversorgungsnetze, die es zu heben gilt." Mögliche Ineffizienzen dürften nicht auf Kosten der Netznutzer gehen.
Die Bundesnetzagentur hat für das Verfahren im Oktober 2005 Daten aller Netzbetreiber in Deutschland erhoben. Das Energiewirtschaftsgesetz sieht vor, dass die Ergebnisse der Vergleiche in den - zum großen Teil noch laufenden Entgeltgenehmigungsverfahren - Berücksichtigung finden. Mit einer Veröffentlichung soll für die Unternehmen und die Öffentlichkeit die Transparenz erhöht und zu Beginn der Regulierung ein Überblick über die Ausgangslage geschaffen werden.
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