Netzagentur: Telekom soll wie Siemens Beschwerdestellen einrichten
AFP
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Berlin (AFP) - Der Präsident der Bundesnetzagentur, Matthias Kurth, hat der Deutschen Telekom geraten, bei der Aufarbeitung der Spitzelaffäre interne Beschwerdestellen nach dem Vorbild des Siemens-Konzerns einzurichten. Durch solche internen Beschwerdestellen, bei denen Mitarbeiter illegale Praktiken innerhalb des Unternehmens melden können, lasse sich "Vertrauen wieder aufbauen", sagte Präsident Matthias Kurth der "Berliner Zeitung" (Mittwochsausgabe).
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"Es muss verhindert werden, dass die Bürger das Vertrauen in Telekommunikationsunternehmen verlieren." Es gehe deshalb bei der Telekom darum, interne Befugnisse der Mitarbeiter so zu regeln, dass ein "Missbrauch von Daten ausgeschlossen ist". Da laut Kurth die Netzagentur für die Überwachung des Fernmeldegeheimnisses zuständig sei, habe die Behörde ein formelles Auskunftsersuchen an die Telekom gerichtet. "Es ist nun eine Bringschuld des Unternehmens, uns eine Schwachstellenanalyse vorzulegen", sagte er dem Blatt. "Wir werden diese dann mit aller Sachlichkeit prüfen." Habe die Netzagentur Einwände, könne die Behörde das Sicherheitskonzept der Telekom beanstanden und "nötige Änderungen auch durchsetzen". Forderungen nach schnellen Gesetzesänderungen widersprach er.
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