Netzagentur stellt klar: Genehmigungen der Netzentgelte laufen weiter
dpa
Bonn (dpa) - Die Bundesnetzagentur prüft weiter die Netzentgelt- Anträge der Stromversorger für eine Genehmigung. Allerdings ist die Behörde offenbar unzufrieden mit den eingereichten Angaben der Unternehmen. Deshalb dringe sie darauf, "bisher unvollständige Anträge zu vervollständigen", teilte die Behörde am Mittwoch in Bonn mit. Sie dementierte dazu in einer Erklärung einen Bericht der "Süddeutschen Zeitung", der unzutreffende Behauptungen enthalte.
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Nach Angaben des Blatts, das sich auf ein ihr vorliegendes Positionspapier der Netzagentur beruft, kann die Behörde die für den Strom- und Gasmarkt in Aussicht gestellte drastische Senkung der Netzentgelte in der Stromversorgung "offenbar nicht durchsetzen". Die Netzagentur und die zuständigen Landesbehörden hätten deshalb die Bearbeitung der Anträge ausgesetzt und ihre Anforderungen an die Netzbetreiber deutlich verschärft.
Der Präsident der Bundesnetzagentur, Matthias Kurth, habe 2005 eine Senkung der Netzentgelte in der Stromversorgung um bis zu 30 Prozent in Aussicht gestellt, schrieb die "Süddeutsche Zeitung". Doch scheine das Einsparpotenzial für die Versorger deutlich geringer zu sein. Aus ihren Angaben ließen sich nur Einsparungen in Höhe von zehn Prozent errechnen.
Kein einziges Entgeltgenehmigungsverfahren sei ausgesetzt, teilte indes die Netzagentur mit. Kurth habe auch zu keinem Zeitpunkt eine Senkung der Netzentgelte um bis zu 30 Prozent in Aussicht gestellt, sondern immer betont, dass dies der laufenden Prüfung vorbehalten bleibe.
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