Netzagentur: Netzbetreiber könnten Millionen sparen
Bonn - Die Netzgesellschaften der deutschen Stromkonzerne könnten einem Gutachten zufolge jährlich einen zweistelligen Millionenbetrag einsparen und damit die Preise für die Verbraucher senken. Es sei problemlos möglich, die sogenannte Regelleistung zu kürzen, erklärte die Bundesnetzagentur in Bonn am Montag. Stromnetzbetreiber halten die Regelenergie vor, um kurzfristige Schwankungen bei Angebot und Nachfrage auszugleichen. Dem Gutachten zufolge könnten die Betreiber der Stromnetze ihre Regelleistung ohne Sicherheitsrisiko um 400 Megawatt reduzieren. Dies sei auch möglich, wenn die vier Regelzonen in Deutschland wie bislang erhalten blieben.
In der Diskussion ist derzeit ein Zusammenlegen der vier Regelzonen. In diesen stellen die vier großen Netzgesellschaften bislang jeweils getrennt voneinander die Regelenergie zur Verfügung. Sollten die Zonen zusammengelegt werden, müsste dies nur noch einmal geschehen. Nach dem Gutachten der Bundesnetzagentur könnten bei einer einheitlichen Regelzone weitere 400 Megawatt Regelenergie für den Fall zu niedriger Stromeinspeisung ins Netz eingespart werden. Für den Fall einer zu hohen Einspeisung ins Netz betrüge die Einsparung demnach sogar 1000 Megawatt.
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