Netzagentur bereitet Boden für weitere Absenkung der Handy-Tarife
Netzagentur-Präsident Matthias Kurth wies den Vorwurf zurück: Die Nachteile für E-Plus und O2 hätten sich im Laufe der Zeit verringert, sagte er. Die neuen Preise gelten ab Samstag bis zum März 2009. Ein Vodafone-Sprecher begrüßte die Entscheidung der Behörde. "Die Entgelte sinken wie erwartet im Einklang mit den denen anderer Länder in Europa."
Die Terminierungsentgelte sind wichtige Einnahmequellen für die Unternehmen, die einem harten Preiskampf auf dem Mobilfunkmarkt ausgesetzt sind. Bereits die letzte Absenkung im vergangenen Jahr hatte tiefe Spuren in den Bilanzen von T-Mobile, Vodafone und O2 hinterlassen. Die Entgelte stellen eine Mindestmarke bei den Handy-Tarifen dar. Mit der verordneten Absenkung bereitet die Bundesnetzagentur also den Boden für weitere Preisabschläge.
Anders als im vergangenen Jahr orientierte sich die Netzagentur bei der Höhe der Gebühren an den tatsächlichen Kosten der Mobilfunkkonzerne und nicht an Schätzwerten. Behördenchef Kurth will damit den Konflikt mit den Mobilfunkkonzernen entkräften, die gegen die im vergangenen Jahr verordnete Entgeltsenkung klagen. Nachdem die Unternehmen in der ersten Instanz mit ihrer Klage Erfolg hatten, soll nun das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig das letzte Wort haben.
Der Richterspruch wird für die erste Hälfte 2008 erwartet. Ich appelliere an die Unternehmen, unsere Entscheidungen und deren Methodik zunächst gründlich zu prüfen und dann anhängige Rechtsstreitigkeiten und Klagen zurückzunehmen", sagte Kurth.
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