Naturschutzbund fordert "Gefahrenzulage" der Atomkraftbetreiber
"Während die Energiekonzerne prima Geschäfte machen, tragen der Staat und damit die Allgemeinheit schon bisher Kosten in Milliardenhöhe." Diese hätten mit dem Schließen von Kernkraftwerken im Zuge des Atomausstiegs sowie mit der ungelösten Entsorgung des Atommülls zu tun. Für solche Zwecke hätten die Energiekonzerne Rückstellungen von über 30 Milliarden Euro gebildet, die sie aber trotz Steuerentlastung mit Gewinn für andere Investitionen einsetzten. "Diese verdeckten Subventionen der Atomenergie dürfen politisch nicht länger hingenommen werden", forderte Tschimpke. Atomstrom sollte daher über eine Gefahrenzulage steuerlich den anderen Energieträgern gleichgestellt werden.
Tschimpke wandte sich zugleich gegen die von den Energiekonzernen begonnene Diskussion über Stromversorgungslücken, mit denen der Druck gegen den Atomausstieg bis etwa 2022 erhöht werden soll. So sei 2008 mit einem Strom-Exportübeschuss von knapp 25 Milliarden Kilowattstunden zu rechnen nach 19 Milliarden im Vorjahr. "Damit können wie geplant bis 2012 sechs Atomreaktoren vom Netz gehen, ohne die Kohleverstromungs-Kapazitäten auszubauen", heißt es beim Verband.
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