Nach Pannen im AKW Krümmel neue Vorwürfe gegen Kieler Ministerin
dpa
Berlin/Kiel (dpa) - Nach den Pannen im Atomkraftwerk Krümmel sieht sich die zuständige Kieler Landesministerin Gitta Trauernicht (SPD) neuen Vorwürfen ausgesetzt. Am Freitag ließ die Sozialministerin zurückweisen, vor einer staatsanwaltschaftlichen Durchsuchung am 13. Juli im Atomkraftwerk Namen der Reaktorfahrer gewusst zu haben.
- Anzeige -
Der "Tagesspiegel" (Samstag) berichtet, der Lübecker Oberstaatsanwalt Klaus-Dieter Schultz habe der Zeitung bestätigt, das für die Atomaufsicht zuständige Ministerium habe schon am Tag vor der Durchsuchung die Namen des Schichtleiters und zweier Reaktorfahrer gewusst, die am Tag des Brandes Dienst hatten.
In einem in diesem Zusammenhang verbreiteten Papier der Staatskanzlei aus Kiel, das der Deutschen Presse-Agentur dpa vorlag, heißt es, eine entsprechende Annahme "wird entschieden zurückgewiesen". Nach einem Brand ist das Vattenfall-Kraftwerk Krümmel derzeit vom Netz. Das Feuer in einem Transformator am 28. Juni hatte zu einer Schnellabschaltung geführt.
Weitere Nachrichten vom 28.07.2007
- Zeitung: Umweltministerium will Offshore-Windstrom zulasten der Photovoltaik stärker fördern
- Kompletter Steinkohle-Ausstieg bis 2029 kostet 22 Milliarden Euro
- Gabriel: Schäuble soll AKW-Abschaltung in Sicherheitsliste aufnehmen
- Conrad: Neue Handy- und Daten-Flatrates für Privat- und Geschäftskunden
- Arcor-Flatratepakete künftig ab 29,95 Euro
- Arcor bietet neue Preselection-Tarife mit Festnetzflatrate an
- Umweltminister Gabriel fordert Ökostrom für Behörden
- Umweltverbände: AKW-Prüfer sind ausgewiesene Atomkraftbefürworter
- Produktionskapazität bei Biodiesel steigt 2007 auf Rekordniveau
- Microsoft setzt verstärkt auf Internet-Dienste

