Nach Klimagipfel Stärkung der Alternativ-Energien

dpa | 21.12.2009
Bild: Windenergie


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Rostock - Nach Überzeugung des Bundesverbands Windenergie (BWE) wird die Stromerzeugung aus alternativen Energiequellen nach dem Kopenhagener Klimagipfel einen weiteren Aufschwung erleben. Es wachse der Druck, alternative Energien einzusetzen, auch wenn die Wirtschaft noch nicht so richtig an die Zukunft dieser Art von Energieerzeugung glaube, teilte Johann Georg Jaeger vom BWE- Landesbüro Mecklenburg-Vorpommern in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa mit. Jaeger sagte, es sei ein wichtiges Signal gewesen, dass der dänische Energiekonzern Dong sich unmittelbar vor der Konferenz vom Bau des Kohlekraftwerks in Lubmin zurückgezogen habe.


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Nach Worten Jaegers kann die Stromerzeugung durch Windkraft auf dem Land in Deutschland von derzeit 25 000 auf bis zu 45 000 Megawatt ausgebaut werden. "Dazu muss die Zahl der Anlagen aber nicht verdoppelt werden, die älteren Windenergie-Anlagen können durch neue, leistungsstärkere Maschinen ersetzt werden." Im Offshore-Bereich seien Kapazitäten von bis zu 25 000 Megawatt denkbar. Auch im Photovoltaik-Bereich könnten bis zu 40 000 Megawatt Leistung installiert werden. Den Berechnungen zufolge ist in einem Zeitraum von zehn bis 20 Jahren eine Deckung von bis zu 50 Prozent des Strombedarfs in Deutschland aus regenerativen Quellen möglich.

"Dies bedeutet, dass herkömmliche Großkraftwerke abgeschaltet werden können. Sie werden zur Absicherung der Grundlast nicht mehr gebraucht", sagte Jaeger. Für diese Grundlast-Absicherung würden nur noch Gaskraftwerke benötigt. Diese seien zwar auch Quellen des klimaschädlichen Kohlendioxids, aber in einem wesentlich geringeren Umfang als Braun- oder Steinkohlekraftwerke. "Gaskraftwerke haben den Vorteil, dass sie im Bau wesentlich preisgünstiger sind und einfacher abgeschaltet werden können, wenn genügend Strom aus regenerativen Quellen vorhanden ist", betonte Jaeger.

Deutschland besitzt nach seinen Worten auf dem Windkraft-Markt im internationalen Wettbewerb einen Technologie-Vorsprung, diesen gelte es zu halten. Es würden immer leistungsstärkere und anspruchsvollere Windräder entwickelt, die eine Leistung von sechs Megawatt erreichen können. "Das sind gigantische Technologiesprünge."



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