Nach Hackerattacken ermittelt Google in China gegen eigene Mitarbeiter
Peking - Nach den Hackerattacken auf den Internetriesen Google in China ermittelt das Unternehmen laut einem Zeitungsbericht auch in den eigenen Reihen. Wie das "Wall Street Journal" am Dienstag berichtete, will der Konzern durch eine Untersuchung herausfinden, ob Angestellte der chinesischen Google-Niederlassung möglicherweise den Hackern geholfen haben. Einige Mitarbeiter haben demnach für die Dauer der Untersuchung keinen Zugriff mehr auf das firmeneigene Netzwerk. Das US-Unternehmen betreibt seit 2006 eine chinesische Version seiner Dienste und beschäftigt 700 Menschen in dem Land.
Google hatte vor einer Woche aus China stammende Hackerattacken auf seine Systeme und mehr als 20 andere Ziele öffentlich gemacht. Der Konzern hatte deshalb damit gedroht, sich vom chinesischen Markt zurückzuziehen. In China werden immer wieder Internetseiten zensiert und etwa die Arbeit regierungskritischer Blogger behindert. Am Montag gab auch der Verein ausländischer Korrespondenten in China (FCCC) bekannt, dass E-Mail-Konten von Journalisten bei GoogleMail Ziel von Hackerangriffen geworden seien.
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