Nach Hackerattacke: China weist Spionagevorwürfe zurück
Peking - Die gegen das Land erhobenen Vorwürfe der Internet-Spionage haben die chinesische Staatsmedien zurückgewiesen. "Es ist unverantwortlich, China mit Internetpiraten in Verbindung zu bringen", so die Zeitung der Kommunistischen Partei Chinas "People's Daily" am Freitag.
Die Vorwürfe seien "nicht haltbar". Es war die erste Reaktion Chinas auf die Vorwürfe. Die US-Sicherheitsfirma McAfee hatte diese Woche mitgeteilt, dass im Zuge einer jahrelangen Spionageaktion die Computersysteme von 72 Unternehmen und Organisationen Ziel von Hackerangriffen waren.
McAfee äußerte sich nicht zu den möglichen Tätern, Experten machten aber China für die Attacken verantwortlich. Die Operation "Shady Rat" (Zwielichtige Ratte) habe im Juli 2006 in Südkorea begonnen und sei erst im Juni 2011 zu Ende gegangen. Betroffen durch die Hacker-Attacken, die alle von einem Server ausgingen, seien unter anderem die Computernetzwerke des UN-Sekretariats, eines Labors der US-Energiebehörde sowie zahlreiche US-Rüstungsunternehmen.
Von den 72 betroffenen Organisationen und Firmen hatten nach Angaben von McAfee 49 ihren Sitz in den USA. Zudem seien die Regierung von Indien, Kanada, Südkorea und Taiwan betroffen. Bei den Angriffen wurden demnach unter anderem E-Mails an Angestellte der betroffenen Organisationen verschickt. Wenn die E-Mails geöffnet wurden, installierte sich ein Programm, durch das ein Kommunikationskanal mit dem Hauptserver hergestellt wurde.
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