MVV will in enger Kooperation mit Stadtwerken Kosten senken
dpa
Mannheim (dpa) - Deutschlands sechstgrößter Energieversorger, die Mannheimer MVV, will durch eine engere Kooperation seiner verschiedenen Stadtwerke die Kosten drücken. Das im SDAX gelistete Unternehmen werde in diesem Jahr zentrale Dienstleistungen wie Abrechnung, Informationsverarbeitung, Energiehandel und Energiebeschaffung in gemeinsamen Gesellschaften bündeln, kündigte Vorstandschef Rudolf Schulten am Freitag auf der Hauptversammlung in Mannheim an. Schulten bekräftigte zudem die im Januar angehobenen Prognosen für das laufende Geschäftsjahr (1.10.-30.9.).
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Die MVV Energie AG und die Energieversorgung Offenbach, an der das Unternehmen die Mehrheit hält, sollen noch in diesem Jahr eine gemeinsame Netzgesellschaft gründen. Damit will der Energieversorger neue Kooperationen im Rhein-Main-Neckar-Raum ermöglichen. Neben dem Mannheimer Stammhaus gehören die Energieversorgung Offenbach, die Stadtwerke in Solingen, Ingolstadt und Kiel, die Köthen Energie und mehrere kommunale Fernwärme-Beteiligungen in Polen und der Tschechischen Republik zum Konzern.
MVV will im laufenden Geschäftsjahr den Umsatz auf 2,25 Milliarden Euro und den Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) auf 195 Millionen Euro steigern. "Von dieser positiven Ergebnisentwicklung werden in diesem Jahr auch die Aktionäre und Kunden profitieren", sagte Schulten laut Redetext vor rund 1800 Aktionären. Er sehe "Spielraum" für eine Erhöhung der Dividende. Für das abgelaufene Geschäftsjahr beschloss die Hauptversammlung - wie im Vorjahr - eine Dividendenzahlung in Höhe von 0,75 Euro je Aktie. Das Geschäftsjahr 2004/05 hatte der Energieversorger mit einem Umsatz von 1,96 Milliarden Euro und einem EBIT von 158 Millionen Euro abgeschlossen.
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