MVV-Chef Müller: Wachstum durch Kooperation und Kauf

dpa | 26.01.2009
Bild: MVV Firmenzentrale

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Mannheim - Der neue Vorstandschef des Mannheimer Energieversorgers MVV, Georg Müller, setzt auf Expansion. "Ich glaube, ein Unternehmen muss Wachstumsziele haben, um erfolgreich sein zu können", betonte Müller in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa in Mannheim. "Wachstum setzt Aktivität frei." Dieser Kurs bedeute nicht automatisch den Zukauf von Unternehmen oder Energiebereichen. "An manchen Stellen kann eine Kooperation zunächst sinnvoller sein", sagte Müller. Möglicherweise entstünden aus erfolgreicher enger Zusammenarbeit bessere Gelegenheiten für Anteilskäufe.


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Der Chef der MVV Energie AG sieht diese Möglichkeit in jedem Bereich der Energiewirtschaft. "Man sollte sich nicht zu früh auf bestimmte Bereiche beschränken", betonte der 45-Jährige. Nach Überzeugung Müllers verfügt die MVV über ein umfassendes Wissen zum Bau und Betreiben der unterschiedlichsten Anlagen zur Energieerzeugung - sowohl von fossilen Brennstoffen als auch erneuerbaren Energien. Dadurch böten sich auch in der Zukunft Chancen. Beispielsweise in der Müllverbrennung, weil die EU anstrebe, Mülldeponien durch derartige Anlagen zu ersetzen. "Das greifen wir natürlich auf. In diesem Bereich verfügen wir über großes Know-how", sagte Müller. Derzeit prüft das Unternehmen den Markt insbesondere in Großbritannien.

Die MVV Energie AG ist mit einem Konzernumsatz von 2,6 Milliarden Euro und rund 5900 Beschäftigten das größte börsennotierte Stadtwerke-Netzwerk in Deutschland. Nach Auffassung ihres neuen Chefs verfügt die MVV über eine gute Basis im traditionellen Kerngeschäft mit Strom, Wärme und Gas. Wachstum sei im Umweltbereich, den Energiedienstleistungen und bei erneuerbaren Energien möglich.

"Gleichzeitig beteiligt sich die MVV Energie hierfür auch an vielen Forschungsprojekten", schilderte Müller. In den kommenden Jahren sei eine zuverlässige Versorgung aber nur durch einen Mix von Energien möglich. "Ein Industrieland wie Deutschland muss darauf setzen, auch ein Industrieland zu bleiben - dazu gehört eine zuverlässige Energieversorgung. Dies spiegelt sich dann auch im Preis wieder", sagte der gelernte Jurist. Dies müsse dem Verbraucher vermittelt werden. "Dabei hat unsere Branche allerdings eine Bringschuld. Wir müssen die komplizierten Vorgänge der Preisgestaltung transparent machen und erklären, wie der Strom zur Steckdose kommt."



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