MVV-Chef gibt Kartellamt Schützenhilfe im Gasverträge-Streit
dpa | 07.10.2005
Mannheim/Düsseldorf (dpa) - Im Streit um kürzere Laufzeiten für Gasverträge hat der Regionalversorger MVV Energie dem Bundeskartellamt Schützenhilfe gegeben. Der Vorstandschef der Mannheimer MVV Energie AG, Rudolf Schulten, begrüsste das entschlossene Vorgehen des Bundeskartellamtes gegen langfristige Gaslieferverträge. "Wir wären von der Neuregelung gewissermassen positiv betroffen, weil wir gerne unsere Gasbezugsquellen streuen würden", sagte Schulten dem "Handelsblatt" (Freitag).
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MVV will als Deutschlands grösster Stadtwerke-Konzern den Worten des Vorstandschefs zufolge Verträge mit längeren und kürzeren Laufzeiten und vor allem mit verschiedenen Lieferanten abschliessen. Kartellamtspräsident Ulf Böge will die Lieferverträge untersagen, mit denen die Ferngasgesellschaften bislang die Kommunalversorger langfristig und weitgehend exklusiv an sich binden. Künftig sollen nur noch wesentlich kürzere Laufzeiten möglich sein, wenn ein Lieferant den Bedarf des Kunden zu einem grossen Teil decken will.
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