Musikindustrie erstattet 25 000 Anzeigen wegen illegaler Downloads
dpa
Berlin (dpa) - Deutschlands Musikindustrie hat seit Anfang dieses Jahres 25 000 Strafanzeigen gegen Internetnutzer erstattet, die sich illegal Musik heruntergeladen haben und diese im Netz anbieten. Rund 90 Ermittler suchten im Auftrag der Plattenindustrie im Internet nach Spuren illegal heruntergeladener Musikstücke, sagte der stellvertretende Geschäftsführer des Bundesverbandes der Fonografischen Wirtschaft, Stefan Michalk, am Mittwoch in Berlin. Falls die so genannte IP-Adresse des betreffenden Computers entdeckt werde, könne diese an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet werden.
- Anzeige -
Michalk schätzte, dass der Industrie durch das illegale Herunterladen der Songs und illegales Kopieren rund eine Milliarde Euro an Umsatz verloren gehen. Allerdings würden einmal erwischte Täter meist nicht wieder rückfällig. Legal seien im vergangenen Jahr 27 Millionen Titel heruntergeladen worden, die meisten zu Preisen zwischen 99 Cent und 1,30 Euro.
An den Musik-Genres lasse sich erkennen, dass ein Großteil der Tatverdächtigen Jugendliche seien, sagte Michalk dem "Westfalen-Blatt" (Mittwoch). Mit den Eltern würden dann oft außergerichtliche Vergleiche über den Schadenersatz geschlossen. Je nach Datenmenge und persönlichen Verhältnissen liegen diese zwischen einigen hundert und 20 000 Euro, erklärte er. 2003 gab es in Deutschland 600 Millionen illegaler Downloads, 2006 waren es nur noch 374 Millionen.
Weitere Nachrichten vom 13.06.2007
- BGH-Urteil: Folgen für Verbraucher
- Koalition einigt sich auf Versteigerung von CO2-Zertifikaten
- Bundeskabinett lehnt Sonderbehandlung von Braunkohlekraftwerken ab
- Handy-Nutzer können auf billigere Anrufe in andere Netze hoffen
- Auch in Deutschland härtere Gangart gegen Musik-Piraten
- Pyrrhussieg für Verbraucher: Gaspreiskontrolle bringt wenig
- Breitband-Internet in Deutschland immer günstiger
- Verivox aktualisiert Gaspreistabelle - Gaspreise schwanken um 48 Prozent
- Hintergrund: Billigkeitskontrolle
- Hintergrund: Die Struktur der deutschen Gasbranche
- BGH: Nur eingeschränkte gerichtliche Kontrolle von Gaspreisen
- BGH: Überprüfung von Gaspreiserhöhungen vermutlich unzulässig
- Strategien für billigeren Strom - Wie die Politik die Strompreise künftig senken will
- Google will Suchanfragen weiter über lange Zeiträume speichern
- Milbradt gegen Rückkehr zur Strompreisgenehmigung
- Vertrag von RAG-Chef Müller vorzeitig bis 2011 verlängert
- DIW: Weiter Weg zu freien Gasmärkten in Europa - Regulierung nötig
- Bundesregierung beschließt Maßnahmen für niedrigere Strompreise
- Skype baut Geschäft aus - Angebot für Handy-Nutzer
- Sicherheitslücken bei Outlook Express und Windows Mail schließen
- Mobilfunkanbieter senken Preise für Auslandsgespräche
- Solarwirtschaft rechnet mit sinkenden Preisen
- Stadt Mannheim verkauft MVV-Aktienpaket an Kölner RheinEnergie
- Gabriel: Offshore-Branche schafft Sprung zu kommerzieller Nutzung
- Kommunen erwägen Übernahme des Stromnetzes von E.ON
- Große US-Computerkonzerne wollen gegen Klimawandel kämpfen - Kampagne für Bau von stromsparenden Rechnern gestartet
- ver.di und Telekom nehmen Verhandlungen über Konzernumbau wieder auf
- Festnetz ade: Das Next Generation Network setzt auf Internettelefonie
- Schnell und direkt: Instant Messaging bietet etliche Vorteile
- BGH vor Urteil über Gaspreiskontrolle durch die Justiz
- Bundesregierung kommt Netzbetreibern für Strom und Gas entgegen
Surf-Tipps

