Musik, Kalender, Massenspeicher - Smartphones erobern den Handymarkt
Smartphones sind bereit für den Massenmarkt, glaubt die Branche. Die International Data Corporation (IDC) rechnet mit 130 Millionen verkaufter Geräte bis Ende 2008. "Die Preise werden immer weiter fallen", sagt Nokia-Manager Mauri Metsäranta. Das werde zu einer zunehmenden Verbreitung von Smartphone-Geräten beitragen. "Auch die Netzprovider forcieren den Verkauf von Smartphones." Sie hätten die Vorteile der Geräte erkannt: Die Unternehmen wüssten, dass sich mit Smartphones mehr Einnahmen generieren lassen und schätzten die besseren Möglichkeiten der providerspezifischen Einstellungen.
Zudem können die Geräte für immer mehr Funktionen benutzt werden. Sie weisen einem den Weg zum nächsten Café, dank qualitativ immer besserer Displays sind Stadtplanfunktionen komfortabel nutzbar. Und in naher Zukunft werden die Geräte nicht nur Musik abspielen, Adressen und Termine verwalten sondern können auch als Massenspeichergerät dienen. Der USB-Stick in allen Farben und Formen, wie er derzeit überall zu sehen ist, könnte also bald schon ein Auslaufmodell sein, wenn Texte, Bilder und andere Dokumente problemlos, auch in grösserem Umfang, auf dem Handy gespeichert werden können.
Der kalifornische Speicherkartenhersteller SanDisk will im zweiten Quartal 2005 eine miniSD-Karte mit einem Gigabyte Speicher auf den Markt bringen. "Mit einer 1GB-Karte kann man zum Beispiel 16 Stunden MP3-Songs speichern oder einige Stunden Videos in MPEG-4 aufnehmen", sagt SanDisk-Präsident Nelson Chan. Die miniSD-Speicherkarte kommt in zahlreichen Mobiltelefonen, aber auch Kameras und MP3-Playern zum Einsatz. IDC rechnet damit, das bereits 2006 mehr als 258 Millionen Handys über einen Karteneinschub verfügen.
Wenn die Branche 2006 zum nächsten 3GSM World Congress zusammenkommt, trifft man sich nicht mehr an der Côte d?Azur. Cannes war in diesem Jahr zum letzten Mal Gastgeber der Veranstaltung - die Stadt ist zu klein für ein Branchentreffen dieser Grösse geworden. Stattdessen wird Barcelona der nächste Austragungsort werden. 100 Prozent mehr Fläche sind nach Angaben der Veranstalter in der spanischen Stadt verfügbar. Zudem sei Barcelona rund 22 Prozent preiswerter als die Filmfestival-Stadt Cannes.
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