Müller: 66 Länder nutzen regenerative Energiequellen
AFP | 07.07.2008
Berlin (AFP) - Das Bundesumweltministerium sieht Deutschland beim Ausstieg aus der Atomenergie nicht isoliert. "Es ist nicht richtig, dass alle anders denken als wir", sagte der Parlamentarische Staatssekretär Michael Müller (SPD) am Montag im NDR. Derzeit nutzten 66 Länder
regenerative Energiequellen, aber nur 33 Atomkraft. Im WDR wies Müller darauf hin, dass die meisten Ausbaupläne "schon seit 20, 25 Jahren bekannt sind". Dagegen sieht sich die deutsche Atomindustrie zum G-8-Treffen in Japan in einer günstigen Position. "Wir stellen fest, dass die Kernenergie weltweit an Akzeptanz gewinnt", sagte der Generalbevollmächtigte des Deutschen Atomforums, Dieter Marx, der "Berliner Zeitung" vom Montag.
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Forderungen aus der eigenen Partei, über eine Verlängerung der Laufzeiten von Atomkraftwerken nachzudenken, bezeichnete Müller im NDR "absolute Minderheitsposition". Außerdem sei dies die falsche Diskussion. "Wir haben schon viel zu viel Zeit verloren, weil wir an alten überholten Strukturen festgehalten haben", sagte er im WDR. Vielmehr müsse darüber nachgedacht werden, wie Energie eingespart werden könne. "Beispielsweise wenn alle Haushalte die effizientesten Geräte hätten, könnte man damit alleine die Hälfte des Kraftwerksparks in der nuklearen Stromerzeugung wegsparen."
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