Mr. Premiere will Energiebranche aufmischen - Kofler Energies

dpa
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München (dpa) - Der frühere Premiere-Chef Georg Kofler will neun Monate nach seinem Abtritt bei dem Abosender die deutsche Energiewirtschaft aufmischen. Am Montag kündigte der umtriebige Unternehmer den Marktstart seines neuen Unternehmens Kofler Energies AG an, das Großkunden wie Firmen, Hotels oder Krankenhäuser beim Energiesparen unterstützen soll. "Energiesparen ist Europas größte Energiequelle. Sie kann schnell und einfach erschlossen werden", sagte Kofler. Der 51-Jährige wird Vorstandschef des Unternehmens und über seine Beteiligungsgesellschaft "Gruppe Georg Kofler" Großaktionär - späterer Börsengang nicht ausgeschlossen.

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In den ersten drei Jahren werde das neue Unternehmen rund 150 Millionen Euro investieren. An Geld mangelt es Kofler nicht. Allein seine Firmengruppe verfüge über mehr als 100 Millionen Euro an Eigenmitteln. "Ich habe einfach festgestellt, dass die Lebensqualität im Unternehmerleben wesentlich höher ist, wenn man über eigene Liquidität verfügt", sagte er.

Kofler war durch den Aufbau des Privatsenders ProSieben und später als "Mr. Premiere" zu einem der bekanntesten Medienmanager Deutschlands geworden. Ende August vergangenen Jahres hatte er sich von dem Abosender zurückgezogen und mit der "Gruppe Georg Kofler" selbstständig gemacht, die sich auf die Bereiche Maschinenbau, Energie und Freizeitsport spezialisiert. Der Sprung vom Medienmanager zum Energieunternehmer ist aus Sicht von Kofler nicht so groß wie er scheint. Zwar werde Kofler Energies nicht so groß wie E.ON. Aber vor 20 Jahren sei auch nicht vorstellbar gewesen, dass ein Privatsender wie ProSieben sich neben den öffentlich-rechtlichen Sendern ARD und ZDF behaupten könne.

Das Potenzial für die neue Firma ist aus Sicht von Kofler groß. Allein in Deutschland gebe es mehr als 50.000 Gebäude, deren Energierechnung durchschnittlich eine Million Euro pro Jahr betrage. Kofler Energies werde den Kunden vertraglich garantieren, die Energiekosten um mindestens 10 Prozent zu senken. Alle Investitionen zur Modernisierung der Energieanlage würden von Kofler Energies vorfinanziert. Bereits im kommenden Jahr rechnet Kofler mit einem Umsatz von 80 bis 100 Millionen Euro und operativ schwarzen Zahlen. Das Unternehmen werde dann rund 150 Menschen beschäftigen.



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