Moskau und Kiew planen Verschmelzung ihrer Gaskonzerne
Moskau - Wenige Tage nach einem als "historisch" bezeichneten Militär- und Energieabkommen haben die Ukraine und Russland ihre neue Partnerschaft weiter gefestigt. Moskaus Regierungschef Wladimir Putin schlug in diesem Zusammenhang seinem Kiewer Amtskollegen Nikolai Asarow eine Verschmelzung des russischen Energieriesen Gazprom mit dem ukrainischen Versorger Naftogas vor.
Gazprom sei interessiert, in das ukrainische Pipelinenetz für Transitlieferungen in den Westen zu investieren, sagte Unternehmenschef Alexej Miller nach Angaben der Agentur Interfax am Freitag im russischen Schwarzmeerort Sotschi. Die Ukraine ist das wichtigste Transitland für russisches Gas in die EU.
Angedacht sind auch die Zusammenarbeit beim Flugzeugbau sowie ein Atom-Joint-Venture. Moskau und Kiew hatten zuvor einen deutlichen Rabatt für russische Gaslieferungen vereinbart. Im Gegenzug bleibt die russische Schwarzmeerflotte bis mindestens 2042 auf der ukrainischen Halbinsel Krim. Die Opposition in Kiew kritisiert den Vertrag als "Ausverkauf nationaler Interessen".
Bei der Abstimmung im ukrainischen Parlament war es zu Schlägereien gekommen. Seit dem Amtsantritt von Asarow und dem neuen ukrainischen Präsidenten Viktor Janukowitsch im Februar haben sich die jahrelang belasteten Beziehungen zwischen Moskau und Kiew wieder deutlich verbessert.
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