Moskau setzt Weißrussland Ultimatum für Begleichung der Gasschulden
Moskau - Nach dem jahrelangen Tauziehen zwischen Russland und der Ukraine um bisher nicht bezahlte Gasrechnungen hat Moskau sich jetzt mit Weißrussland den nächsten Schuldner vorgenommen. Minsk habe fünf Tage Zeit, sich zu seinen Schulden und deren Abzahlung zu äußern, so Russlands Präsident Dmitri Medwedew am Dienstag bei einem Treffen mit Gazprom-Chef Alexej Miller. Dieser drohte nach Angaben der Agentur Itar-Tass mit einer möglichen Kürzung der Gaslieferungen an Weißrussland, während Medwedew von "harten Maßnahmen" bei Nichtbezahlung sprach.
Der gegenwärtige Schuldenstand Weißrusslands wurde von Medwedew mit rund 200 Millionen Dollar (166 Mio Euro) für dieses Jahr angegeben. Eine der Gas-Transitleitungen nach Europa führt durch Weißrussland. Bei dem Streit um die russischen Gaslieferungen in die Ukraine und wiederholte Abschaltungen kam es in den vergangenen Jahren mehrfach zu Lieferengpässen in Europa.
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