Möglicherweise radioaktiv verseuchte Heizpellets zurückgerufen
Rom - In Italien müssen tausende Tonnen Holz-Pellets wegen einer möglichen radioaktiven Verseuchung vom Markt genommen werden. Wie italienische Zeitungen am Sonntag berichteten, wurde die Rückrufaktion der aus Litauen importierten Brennmittel am Samstag von der Justizbehörde angeordnet. Davon betroffen seien mehr als zehntausend Tonnen Heiz-Pellets. Weil sie schlecht gebrannt hätten, habe ein Mann aus dem Aosta-Tal die Pellets analysieren lassen und dann die Behörden alarmiert.
Die Untersuchung habe eine Verunreinigung mit dem hochgiftigen Cäsium 137 ergeben. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft in Aosta erläuterte, dass der Stoff in den Pellets zwar ungefährlich sei, Rauch und Asche aber extrem gesundheitsschädlich seien. Cäsium 137 entsteht bei nuklearen Explosionen und Verbrennungen in Reaktoren. Die Pellets wurden den Berichten zufolge im vergangenen Herbst nach Italien importiert und in elf süditalienischen Regionen verkauft.
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