Mobilfunk-Branche hofft auf Zugpferde Apple und Google
Marktführer T-Mobile setzt beim Ausbau seines Datengeschäfts auf das Apple-Handy iPhone, das am Freitag in den Handel kommt. Die Erfahrungen in den USA lassen die Telekom-Tochter hoffen: Der Telekomkonzern AT&T, der bislang als einziges Unternehmen das Netz für das iPhone stellt, verzeichnet bei den Apple-Kunden einen deutlichen Umsatzschub bei Datendiensten.
"Das iPhone ist eine optimale Marketingmaschine", sagt Martin Gutberlet von der Marktforschungsgesellschaft Gartner. Nach seiner Einschätzung könnte die Rechnung von T-Mobile aufgehen, auch wenn das iPhone nur den im Vergleich zu UMTS langsameren Standard EDGE nutzt. "Datendienste sind der Umsatztreiber für die Mobilfunkanbieter. Sprache fällt oder stagniert im besten Fall."
Die Telekom landete in dieser Woche nach dem iPhone-Zuschlag einen weiteren Coup: Die Bonner schlossen mit dem amerikanischen Internetkonzern Google eine Allianz, um ein kostengünstiges Handy- Betriebssystem zu entwickeln. Die Software wird in internetfähigen Handys - sogenannten Smartphones - eingesetzt. Mit der Allianz will sich die Telekom ein Stück unabhängiger von Nokia, dem Blackberry- Hersteller RIM und Microsoft machen, die mit ihrer Software den Markt für mobile Betriebssysteme dominieren.
Telekom-Chef Rene Obermann sieht die Google-Software namens Android als gute Möglichkeit, das mobile Internet zu einem Massenmarkt zu entwickeln. Sein Unternehmen will im kommenden Jahr in Europa und den USA Dienste auf der Google-Plattform einführen. Für die Kunden wird der Kauf eines Smartphones günstiger werden, allerdings muss er sich an Werbung auf seinem Mobiltelefon gewöhnen. Denn Google will sich die Kosten für die Entwicklung über mobile Anzeigen finanzieren.
Weitere Nachrichten vom 06.11.2007
- E.ON übernimmt italienischen Energiehändler Dalmine komplett
- Stromkonzerne verärgern Wettbewerbshüter und Verbraucher
- Shell forscht an Superenzym zur Herstellung von Biokraftstoff
- Merkel sieht Ausstieg aus Atomenergie wegen Klimaschutz kritisch
- Studie: 80 Prozent der Telekomanbieter werden bei Transformation scheitern
- Schott startet Serienfertigung von Solarmodulen in Jena
- E.ON Ruhrgas investiert in niedersächsisches Gaslager
- Gabriel besteht auf bundesweitem Suchverfahren für Endlager
- Nordkorea beginn Abbau von Atomanlagen
- ARD-Vorsitzender Raff will Internetangebote weiter ausbauen
- DJV warnt vor katastrophalen Folgen durch Datenspeicherung
- Stromindustrie: Anteil von Öko-Strom steigt 2007 auf 14,5 Prozent
- Niederländischer Gasversorger steigt bei Ostsee-Gaspipeline ein
- Briten senden 4000 SMS pro Sekunde
- Gas Natural verbucht Gewinnplus im dritten Quartal
- Monopolkommission: Kein funktionsfähiger Wettbewerb bei Energie
- Kommission: Brunsbüttel und Krümmel können weiterbetrieben werden
- Witterungsgesteuerte Heizung kann viel Energie sparen
- Schwierige Energieverhandlungen zwischen Russland und China
- Prozess gegen Ex-EnBW-Chef wegen WM-Ticketaffäre beginnt
- Verbraucherschutz-Präsident will Zerschlagung der Stromkonzerne
- United Internet verkauft Beteiligung an NT plus AG
- Weltbank steigert Förderung für erneuerbare Energien und Energieeffizienz
- EnBW Transportnetze AG vereinfacht internationalen Stromhandel
- Nordex tritt wieder in den US-Markt ein - Lieferung von Windturbinen
- Islamgelehrte streiten über Koranverse als Handy-Klingeltöne
- Leipziger Strombörse umwirbt Nord Pool für Dreierallianz
- Muehlhan Tochtergesellschaft baut in Dänemark Geschäft mit Windenergie aus:
- Stromkonzerne unter Druck - Kartellamt: Indizien für Missbrauch
- freenetMobile startet reines Online-Angebot - 12 Cent in alle Netze
- Unitymedia startet 32 Mbit Flatrate in NRW

