Mit ihrer Telekom-Ehe rücken Alcatel und Lucent zur Nummer zwei auf
Mit dem Zusammenschluss wollen die Konzerne zur Nummer eins im Bereich der Telekom- Ausrüster werden. Die obersten Gremien beider Unternehmen hätten zugestimmt. Nach den Angaben soll Alcatel rund 60 Prozent des Kapitals und Lucent 40 Prozent der neuen Gesellschaft besitzen, deren Hauptsitz in Frankreich sein soll. Im Zeitraum von drei Jahren werden durch Synergien vor Steuern Einsparungen von 1,4 Milliarden Euro erwartet. Lucent-Chefin Patricia Russo führt den Konzern, Alcatel-Chef Tchuruk wird "nicht-exekutiver" Präsident.
Der transatlantische Gesamtkonzern kommt zusammengerechnet auf 88 000 Mitarbeiter mit knapp zwei Milliarden Euro Gewinn. Durch die Fusion sollen innerhalb von zwei Jahren zehn Prozent der Mitarbeiter weltweit abgebaut werden. "Erfolg hat, wer bei den Innovationen zu den Besten gehört und am günstigsten produzieren kann", erläuterte Tchuruk. Die Alcatel-Gewerkschaft CFDT befürchtet, die Belegschaft werde weiter die Kosten weltweiter Umstrukturierungspläne tragen, bei Alcatel sei die Zahl der Mitarbeiter in fünf Jahren halbiert worden.
Der neue Telekom-Riese setzt darauf, "dank seiner 26 100 Ingenieure und Forscher auf dem Feld von Forschung und Entwicklung der weltweit leistungsstärkste zu sein." Ziel der Fusion sei es, beim Umsatz und Gewinn deutliche Zuwächse zu erzielen.
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