Minister lehnt kostenlose Nachrichten-"Apps" der ARD ab

dpa | 28.12.2009
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Berlin - Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) lehnt die Pläne der ARD für kostenlose Anwendungen auf sogenannten Smartphones ab. "Der öffentlich-rechtliche Rundfunk sollte mit Gratisangeboten für das iPhone nicht unnötig neue Geschäftsmodelle der privaten Anbieter gefährden", sagte Neumann. Die ARD will noch vor Ostern 2010 die "Tagesschau" als sogenanntes Applet - kurz "App" - für Nutzer von Smartphones gratis zur Verfügung stellen. Private Verlage sehen das als Wettbewerbsverzerrung. Die Apps von "Bild" und "Welt kompakt", die es seit kurzem gibt, sind kostenpflichtig.


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Die ARD müsste sich auf ihren Auftrag zur Grundversorgung beschränken, hatte der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger in einem Brief an Neumann gefordert. Das Gratis-Angebot der ARD schade privaten Anbietern. Neumann schloss sich der Kritik nun an.

Während private Medienunternehmen "zum Teil ums Überleben kämpften", dürfte der öffentlich-rechtliche Rundfunk deren Lage nicht noch verschärfen, betonte Neumann in einer Mitteilung. Es sei "schon verwunderlich", dass die ARD ihr Gratis-Modell vorgestellt habe, kurz nachdem Verlage ihr Bezahlmodell starteten. Private Medienanbieter bräuchten Spielraum für Marktentwicklungen, sagte Neumann. "Haben sie diesen nicht, wird das Nebeneinander von privaten und öffentlich- rechtlichen Medienanbietern für die Zukunft in Frage gestellt."



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