Mindestens drei Tage von Sibirien nach Bayern

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Bild: Ferngasleitung


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Essen - Rund 5000 Kilometer sind es von den Gasfeldern in Sibirien bis nach Waidhaus in Bayern, wo die über die Ukraine laufenden russischen Gaslieferungen ankommen. Gas fließt je nach dem Druck in der Leitung normalerweise mit einer Geschwindigkeit von zehn bis 13 Metern pro Sekunde, wie ein Sprecher des größten deutschen Gasimporteurs E.On Ruhrgas sagt. Das sind 36 bis 46 Kilometer pro Stunde. Deshalb wird es drei bis fünf Tage dauern, bis russisches Gas in Waidhaus wieder verfügbar sein wird.


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Damit das Gas durch die Pipelines strömen kann, ist ein gewisses Druckniveau in der Leitung nötig. Diesen Druck halten sogenannte Verdichter aufrecht, die alle 100 bis 150 Kilometer eingebaut sind. Mit dem Ausbleiben der russischen Gaslieferungen ist dieses Druckniveau gesunken.
  
E.ON Ruhrgas geht aber davon aus, dass die Ukraine die Leitungen auf ihrem Gebiet unter einem gewissen Druckniveau gehalten hat - und Gas statt von Ost nach West von West nach Ost geleitet hat. Dort nämlich lägen die Gasspeicher des Landes, sagte der Sprecher.
  
Nimmt Russland seine Lieferungen über die Ukraine wieder auf, muss die Ukraine also zunächst die Strömungsrichtung wieder umlenken und das Druckniveau dann wieder anheben. Erst dann ist es laut E.ON Ruhrgas möglich, die Fließgeschwindigkeit des Gases wieder zu erhöhen.



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