Millionen Nutzer konnten zeitweise nicht auf Gmail-Dienst zugreifen
Washington - Für Millionen Nutzer in aller Welt war am Dienstag der E-Mail-Service Gmail der Internet-Suchmaschine Google zeitweise nicht zugänglich. Das Unternehmen in Mountain View (US-Bundesstaat Kalifornien) gab bekannt, dass der Dienst erst am Dienstag gegen 22.30 Uhr MESZ wieder voll funktioniert habe. "Wir fühlen Euren Schmerz" schrieb Google-Direktor David Besbris im Gmail Blog des Unternehmens. Laut dem US-Fernsehsender CBS litt Gmail schon am Montag zeitweise unter Störungen.
Gmail wird von vielen Millionen Menschen weltweit benutzt und ist der weltweit drittgrößte E-Mail-Dienst nach Yahoo und Hotmail (Microsoft). Ausfälle von Gmail gab es bereits im Februar sowie im vergangenen Jahr im April, August und Oktober.
Google-Techniker hatten am Dienstagmorgen pazifischer Zeit (früher Abend MESZ) einen Teil ihrer Mail-Server vom Netz genommen, um neue Updates aufzuspielen. Vermutlich aber hätten die Techniker die Datenmenge unterschätzt, die ironischerweise bei den jüngsten Aktualisierungen für die Service-Stabilität aufgespielt worden waren, erklärte Google-Techniker Ben Treynor im offiziellen Google-Blog. In der Folge seien die Router für die Nutzer-Anfragen blockiert worden. Die überlasteten Router hätten schließlich auch den Rest des Systems lahmgelegt. Um das Problem zu beheben, schloss Google kurzfristig zusätzliche Request-Router an, um die Last der Datenanfragen besser zu verteilen.
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