Milbradt warnt vor hohen Energiepreisen und wirbt für Atomstrom
Der Wirtschaftsstandort Deutschland ist nach Ansicht des sächsischen Regierungschefs nicht in erster Linie wegen einer zu hohen Belastung durch Unternehmenssteuern gefährdet. "Wir haben zu hohe Arbeitskosten, wir haben eine Inflexibilität des Arbeitsmarktes und wir haben zu hohe Energiepreise", sagte Milbradt. Er befürchte, dass einige Branchen wie zum Beispiel die Aluminium- und die Zinkproduktion wegen dieser Belastung abwandern könnten.
Milbradt hält eine Abschaffung der Ökosteuer aus finanziellen Gründen nicht für machbar. "Ich sehe derzeit realistisch keine Chance", sagte der CDU-Politiker. Allerdings könne die Steuer "rationaler" gestaltet werden. "Eine Extrembesteuerung von Energie macht wenig Sinn." Die Union will an der Ökosteuer festhalten, obwohl sie sie im Programm für die Bundestagswahl 2002 als wirtschaftlich verfehlt bezeichnet hatte. Die Steuer wird vor allem zur Entlastung der Rentenkassen verwendet.
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