Milbradt gegen Rückkehr zur Strompreisgenehmigung
dpa
Erfurt (dpa) - Sachsens Ministerpräsident Georg Milbradt (CDU) lehnt trotz angekündigter Strompreis-Erhöhungen eine Rückkehr in das Ende Juni auslaufende System von Preisgenehmigungen ab. "Wir müssen dafür sorgen, dass der Wettbewerb funktioniert", sagte Milbradt am Mittwoch am Rande einer Konferenz zum ostdeutschen Energiemarkt in Erfurt. Milbradt sieht den Grund für die Pläne einer Reihe von Versorgern, zum 1. Juli die Preise zu erhöhen, darin, dass sie zuvor Anträge auf höhere Tarife zurückgehalten haben. "Ich bin der festen Überzeugung, dass Extremfälle durch den Markt korrigiert werden."
- Anzeige -
Auch der Wirtschaftsminister von Sachsen-Anhalt, Reiner Haseloff (CDU), wandte sich gegen Überlegungen, die staatliche Kontrolle der Standard-Tarife wiederzubeleben. Bund und Länder müssten dafür sorgen, dass die vorgesehene kartellrechtliche Missbrauchsaufsicht schnell greift. "Sie darf kein stumpfes Instrument sein."
Thüringens Wirtschaftsminister Jürgen Reinholz (CDU) sprach von weiterem Regulierungsbedarf, um den Strommarkt transparenter zu machen. "Wir müssen den Versorgern auf die Finger schauen." Er erwarte, dass die Bundesregierung eine von der EU-Kommission geplante Transparenz-Richtlinie unterstützt.
Bisher mussten sich Versorger bei den Länderministerien geplante Strompreiserhöhungen ausschließlich im Standardtarif genehmigen lassen. Ein Gros der Verbraucher hat aber Sondertarife, die unter anderem vom Jahresverbrauch abhängen, abgeschlossen. Sie unterlagen nicht der Preisaufsicht der Länder.
Weitere Nachrichten vom 13.06.2007
- BGH-Urteil: Folgen für Verbraucher
- Koalition einigt sich auf Versteigerung von CO2-Zertifikaten
- Bundeskabinett lehnt Sonderbehandlung von Braunkohlekraftwerken ab
- Handy-Nutzer können auf billigere Anrufe in andere Netze hoffen
- Auch in Deutschland härtere Gangart gegen Musik-Piraten
- Pyrrhussieg für Verbraucher: Gaspreiskontrolle bringt wenig
- Breitband-Internet in Deutschland immer günstiger
- Verivox aktualisiert Gaspreistabelle - Gaspreise schwanken um 48 Prozent
- Hintergrund: Billigkeitskontrolle
- Hintergrund: Die Struktur der deutschen Gasbranche
- BGH: Nur eingeschränkte gerichtliche Kontrolle von Gaspreisen
- BGH: Überprüfung von Gaspreiserhöhungen vermutlich unzulässig
- Strategien für billigeren Strom - Wie die Politik die Strompreise künftig senken will
- Google will Suchanfragen weiter über lange Zeiträume speichern
- Vertrag von RAG-Chef Müller vorzeitig bis 2011 verlängert
- DIW: Weiter Weg zu freien Gasmärkten in Europa - Regulierung nötig
- Bundesregierung beschließt Maßnahmen für niedrigere Strompreise
- Skype baut Geschäft aus - Angebot für Handy-Nutzer
- Sicherheitslücken bei Outlook Express und Windows Mail schließen
- Mobilfunkanbieter senken Preise für Auslandsgespräche
- Solarwirtschaft rechnet mit sinkenden Preisen
- Stadt Mannheim verkauft MVV-Aktienpaket an Kölner RheinEnergie
- Gabriel: Offshore-Branche schafft Sprung zu kommerzieller Nutzung
- Kommunen erwägen Übernahme des Stromnetzes von E.ON
- Große US-Computerkonzerne wollen gegen Klimawandel kämpfen - Kampagne für Bau von stromsparenden Rechnern gestartet
- Musikindustrie erstattet 25 000 Anzeigen wegen illegaler Downloads
- ver.di und Telekom nehmen Verhandlungen über Konzernumbau wieder auf
- Festnetz ade: Das Next Generation Network setzt auf Internettelefonie
- Schnell und direkt: Instant Messaging bietet etliche Vorteile
- BGH vor Urteil über Gaspreiskontrolle durch die Justiz
- Bundesregierung kommt Netzbetreibern für Strom und Gas entgegen

