Microsoft-Gewinn gefallen - Sun-Vergleich und EU-Strafe belasten
Das Ergebnis des dritten Quartals wurde durch die Rechts- Sonderausgaben in Höhe von 2,53 Milliarden Dollar vor Steuern belastet. Microsoft hatte sich mit dem Computer- und Softwareunternehmen Sun Microsystem im Hinblick auf Kartellstreitigkeiten verglichen und zahlte dem Unternehmen fast zwei Milliarden Dollar. Die Wettbewerbshüter in Brüssel verhängten wegen Wettbewerbsverstössen eine Strafe von 497 Millionen Euro.
Die Entlohnung von Microsoft-Mitarbeitern in Form von Aktien schlug sich mit 501 (655) Millionen Dollar nach Steuern zu Buche. Klammert man Sonderfaktoren aus, dann hätte Microsoft 34 Cent je Aktie verdient, während die Wall Street nur mit 28 bis 30 Cent je Aktie gerechnet hatte. Der Quartalsumsatz erhöhte sich in dem am 31. März beendeten Dreimonatsabschnitt deutlich um 17 Prozent auf 9,2 Milliarden Dollar.
Microsoft-Finanzchef John Connors verwies auf die starke Nachfrage nach Personal Computern und Servern. Dies half dem Absatz der Windows-Betriebssysteme sowie der Office- und Server-Software. Unternehmen jeder Grösse haben ihre Technologieausgaben erhöht. Es gab auch ein höheres Anzeigenaufkommen und einen kräftigen Umsatzzuwachs beim Onlinedienst MSN. Der Verkauf der Spielekonsole Xbox hat ebenfalls kräftig zugelegt. "Alle Geschäftsbereiche haben unsere Erwartungen übertroffen", betonte Connors. Die so genannte Kundensparte (Windows) legte auf 2,9 (2,6) Milliarden Dollar und die Server- und Tool-Sparte auf 2,2 (1,8) Milliarden Dollar zu.
Microsoft rechnet für das Schlussquartal des laufenden Geschäftsjahres mit einem Umsatz von 8,9 bis 9,0 Milliarden Dollar und für das kommende Geschäftsjahr 2004/2005 (30. Juni) mit einem Umsatz von 37,8 bis 38,2 Milliarden Dollar.
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