Microsoft-Gewinn gefallen - Sun-Vergleich und EU-Strafe belasten

dpa
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Redmond (dpa) - Microsoft hat im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2003/2004 wegen Sonderbelastungen in Milliardenhöhe einen starken Gewinnrückgang verbucht. Hintergrund waren ein Vergleich mit dem Konkurrenten Sun Microsystems und eine hohe Strafe der EU-Kartellrechtshüter. Microsoft verdiente in dem am 31. März beendeten Dreimonatsabschnitt nur noch 1,3 Milliarden Dollar (1,1 Mrd Euro) gegenüber 2,1 Milliarden Dollar im entsprechenden Zeitraum des Vorjahres. Dies entsprach einem Gewinnrückgang von 38,3 Prozent. Der Gewinn pro Aktie fiel auf zwölf (Vorjahresvergleichszeit: 20) Cent, gab Microsoft am Donnerstag nach Börsenschluss bekannt.

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Das reguläre Geschäft sei jedoch ausgezeichnet gelaufen, hiess es weiter. Microsoft legte sehr gute Umsatz- und Gewinnprognosen für das laufende Quartal vor. Die Aktien stiegen nachbörslich um 4,8 Prozent auf 27,20 Dollar.

Das Ergebnis des dritten Quartals wurde durch die Rechts- Sonderausgaben in Höhe von 2,53 Milliarden Dollar vor Steuern belastet. Microsoft hatte sich mit dem Computer- und Softwareunternehmen Sun Microsystem im Hinblick auf Kartellstreitigkeiten verglichen und zahlte dem Unternehmen fast zwei Milliarden Dollar. Die Wettbewerbshüter in Brüssel verhängten wegen Wettbewerbsverstössen eine Strafe von 497 Millionen Euro.

Die Entlohnung von Microsoft-Mitarbeitern in Form von Aktien schlug sich mit 501 (655) Millionen Dollar nach Steuern zu Buche. Klammert man Sonderfaktoren aus, dann hätte Microsoft 34 Cent je Aktie verdient, während die Wall Street nur mit 28 bis 30 Cent je Aktie gerechnet hatte. Der Quartalsumsatz erhöhte sich in dem am 31. März beendeten Dreimonatsabschnitt deutlich um 17 Prozent auf 9,2 Milliarden Dollar.

Microsoft-Finanzchef John Connors verwies auf die starke Nachfrage nach Personal Computern und Servern. Dies half dem Absatz der Windows-Betriebssysteme sowie der Office- und Server-Software. Unternehmen jeder Grösse haben ihre Technologieausgaben erhöht. Es gab auch ein höheres Anzeigenaufkommen und einen kräftigen Umsatzzuwachs beim Onlinedienst MSN. Der Verkauf der Spielekonsole Xbox hat ebenfalls kräftig zugelegt. "Alle Geschäftsbereiche haben unsere Erwartungen übertroffen", betonte Connors. Die so genannte Kundensparte (Windows) legte auf 2,9 (2,6) Milliarden Dollar und die Server- und Tool-Sparte auf 2,2 (1,8) Milliarden Dollar zu.

Microsoft rechnet für das Schlussquartal des laufenden Geschäftsjahres mit einem Umsatz von 8,9 bis 9,0 Milliarden Dollar und für das kommende Geschäftsjahr 2004/2005 (30. Juni) mit einem Umsatz von 37,8 bis 38,2 Milliarden Dollar.



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