Microsoft: EU-Kartellstreit könnte Europa-Start von Vista verzögern
Die Verantwortung dafür, dass Vista den geltenden Wettbewerbsregeln entspricht, liege allein bei Microsoft, sagte Todd. Es sei nicht Sache der Kommission, "grünes Licht" für Vista zu geben. Dies habe EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes bereits in einem Telefongespräch mit Microsoft-Chef Steve Ballmer am 22. August betont.
Zuletzt hatte die Kommission im März öffentlich Zweifel an der Regelkonformität des nun um zwei Jahre verzögerten neuen Betriebssystems Vista geäußert. Sie befürchte, dass Computerhersteller und Verbraucher bei Vista keine ausreichende Auswahl zwischen verschiedenen Softwarepaketen erhalten könnten, hatte es damals geheißen.
Die Kommission fordert von Microsoft eine stärkere Offenlegung des Windows-Betriebssystems, damit Wettbewerber leichter ihre Programme anbinden können. Kroes hatte Mitte Juli Microsoft ein saftiges Bußgeld von 280,5 Millionen Euro auferlegt, weil das Unternehmen aus Brüsseler Sicht zwei Jahre alten Sanktionen nicht nachgekommen war. Im März 2004 hatte die Kommission gegen Microsoft bereits das Rekord- Strafgeld von 497 Millionen Euro verhängt.
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