Microsoft baut weltweit weitere 800 Stellen ab
New York - Das weltgrößte Softwareunternehmen Microsoft streicht beim ersten großen Stellenabbau seiner Geschichte noch mehr Jobs als zunächst geplant. Neben den bereits zu Jahresbeginn angekündigten 5000 Arbeitsplätzen fallen nun noch weitere 800 weg.
Die neuen Streichungen erfolgten weltweit und in verschiedenen Konzernbereichen, sagte ein Microsoft-Sprecher am Mittwochabend (Ortszeit) US-Medien. Insgesamt baut der US-Konzern damit nun mehr als sechs Prozent seiner rund 91 000 Stellen ab statt 5,5 Prozent.
Microsoft Deutschland ist von dem geplanten Stellenabbau nach eigenen Angaben "nur in sehr geringem Maße betroffen". Voraussichtlich würden lediglich sieben Stellen entfallen, wobei betriebsbedingte Kündigungen vermieden werden sollen. Treffen werde es vor allem Mitarbeiter, die zwar einen deutschen Arbeitsvertrag haben, aber an die Corporation in Redmond berichten, hieß es.
Erst kürzlich hatte Microsoft angekündigt, angesichts etwas besserer Aussichten wieder neue Stellen zu schaffen. In Deutschland arbeiten rund 2400 Menschen für Microsoft, der Großteil davon am Firmensitz in Unterschleißheim bei München.
Nach wiederholten Gewinneinbrüchen setzt Microsoft derzeit vor allem auf sein neues Betriebssystem Windows 7, das der Konzern seit rund zwei Wochen weltweit ausliefert. Der Verkauf verlaufe "fantastisch" und habe in den ersten zehn Tagen bereits alle Vorgängerversionen übertroffen, erklärte Steve Ballmer am Donnerstag in Tokio.
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