Merkel wechselt im Kanzleramt zu Ökostrom

AFP | 25.06.2012
Bild: Angela Merkel


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Berlin - Bundeskanzlerin Angela Merkel wirbt mit allen Mitteln für die Energiewende. Das Projekt bringe auch Veränderungen mit sich, diese müsse man jedoch akzeptieren. Demonstrativ bezieht das Kanzleramt ab Juli Ökostrom.


Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat dazu aufgerufen, die im Zusammenhang mit der Energiewende nötigen Veränderungen zu akzeptieren. Wer Strom in Zukunft überwiegend aus erneuerbaren Energien beziehen wolle, müsse auch zu Veränderungen in der Infrastruktur bereit sein, sagte Merkel am Samstag in ihrem wöchentlichen Video-Podcast. Neben der Politik müssten auch Umwelt- und Wirtschaftsverbände für eine höhere Akzeptanz werben. Sie sei überzeugt, dass die Stromversorgung bis Ende 2022 ohne Kernkraft auskomme. Das Kanzleramt werde ab Juli Ökostrom beziehen.
   
Beim Thema Netzausbau kämen die Projekte nach längeren Anlaufschwierigkeiten jetzt in Gang, sagte die Kanzlerin. Hier sollten die Bürger "sehr früh" an der Planung beteiligt werden. Zum Netzentwicklungsplan liefen derzeit Anhörungen. Bis Ende des Jahres werde ein entsprechendes Gesetz vorliegen, und dann könnten die Bauarbeiten beginnen, versicherte Merkel. Beim Netzentwicklungsplan geht es um den Aus- und Umbau der Stromnetze und vor allem um die großen Leitungen, die den Windstrom aus dem Norden in den Süden bringen sollen.

Jeder muss einen Beitrag leisten

Etwas komplizierter sei es bei den Verteilernetzen, räumte Merkel ein. Hier müsse gemeinsam dafür geworben werden, "dass eine Energiewende auch Veränderungen mit sich bringt, und dass jeder dazu auch seinen Beitrag leisten muss". Dies sei nicht nur Aufgabe der Politik, sondern auch von Umwelt- und Wirtschaftsverbänden.
   
"Dass wir schon 20 Prozent an der Stromerzeugung durch erneuerbare Energien haben, ist ein Riesenerfolg", erklärte die Kanzlerin. Zu bestimmten Tageszeiten stehe sehr viel Strom aus erneuerbarer Energie zur Verfügung. Die große Herausforderung sei nun, die grundlastfähigen Kraftwerke, also etwa Gaskraftwerke und Biogasanlagen, mit den erneuerbaren Energien zu verbinden oder aber Energie zu speichern.



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