Merkel und Sarkozy wollen Siemens-Areva-Kooperation beibehalten
Merkel sagte, Siemens verfüge über "großes Knowhow" auf dem Gebiet des Baus von Kernkraftwerken. Deutschland und Frankreich hätten "ein Interesse an einer möglichst tiefen deutsch-französischen Kooperation". Siemens ist zu rund einem Drittel an dem Gemeinschaftsunternehmen Areva NP beteiligt. Zuletzt hatte es Befürchtungen gegeben, Sarkozy wolle Siemens aus Areva NP herausdrängen und plane die Schaffung eines großen französischen Energiekonzerns, der den Bau von nuklearen und fossilen Kraftwerken unter einem rein französischen Dach vereinen könnte.
Die französische Seite hat 2009 die Option, die bisher von Siemens gehaltenen 36 Prozent an dem Unternehmen zu übernehmen. Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) hatte vor wenigen Tagen nach einem Treffen mit Sarkozy davor gewarnt, angesichts der deutschen Politik des Ausstiegs aus der Kernkraft sei "nicht sichergestellt", ob Siemens Partner bleiben könne. Stoiber warnte vor dem Verlust tausender Arbeitsplätze an deutschen Areva-NP-Standorten.
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