Merkel: Bei Energiegipfel "keine Tabus" - Atomausstieg ist Thema
dpa
Weitere Informationen
- CSU für Atom und neue Energieformen - Gabriel lobt die Kohle
- Evangelische Kirche kritisiert veränderte Haltung zur Atomkraft
- Zeitung: Unionsfraktion will Zukunft für Atomkraft
- Atom-Kontroverse verschärft sich vor Energiegipfel bei Merkel
- DIW: Atomausstieg führt zu höheren Strompreisen und Abhängigkeit von russischen Gaslieferungen
gesamtes Archiv
Berlin (dpa) - Der Streit um den Atomausstieg wird auf dem Energiegipfel bei Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nicht ausgeklammert. "Es gibt keine Tabus", sagte Merkel am Montag vor einer CDU-Präsidiumssitzung in Berlin. Sie verwies zugleich erneut auf den im Koalitionsvertrag vereinbarten Ausstieg. Entscheidend sei, über die Versorgungssicherheit zu diskutieren. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Wolfgang Böhmer (CDU) betonte, wenn über Energiepolitik gesprochen werde, könne das Thema Atomkraft nicht ausgeklammert werden.
- Anzeige -
Der stellvertretende CDU-Vorsitzende Jürgen Rüttgers drang auf Alternativlösungen. SPD und Grüne müssten beantworten, woher bei einer Abschaltung aller Atomkraftwerke die bisherigen rund 30 Prozent Stromanteil kommen sollten. Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident betonte aber auch: "Es wird von der großen Koalition keinen Beschluss geben über neue Kernkraftwerke."
Das Treffen im Kanzleramt zwischen Bundesregierung und Spitzenvertretern von Wirtschaft und Verbänden ist Auftakt für die Erarbeitung eines nationalen Energiekonzepts. SPD-Fraktionsvize Ludwig Stiegler unterstrich in der ARD, die SPD werde dem Druck aus Teilen der Union standhalten und am Koalitionsvertrag festhalten. Bislang gilt der unter Rot-Grün beschlossene Ausstieg aus der Atomkraft bis 2020.
Weitere Nachrichten vom 03.04.2006
- Handelsblatt: Stromkonzerne kündigen Transparenz-Initiative an
- Gasprom verzichtet auf Pipeline-Kredit - Weiter Streit um Schröder
- Minister-Auflage für Stadtwerke Ludwigslust - Versorger wehrt sich
- Neue Strompreise in Hamburg: Vattenfall erhöht um 5,5 Prozent
- Strompreiserhöhung von Vattenfall Hamburg mit Abstrichen genehmigt
- Energiegipfel: Gerangel um Atomkraft
- Steigende Ölpreise erreichen Verbraucher
- E.ON Thüringer Energie gliedert Netzbetrieb aus
- Aktionäre klagen gegen Zwangsabfindung bei Vattenfall Europe
- E.ON verklagt Gaskunden - Anhörung vor Gericht
- Stadtwerke fordern mehr Wettbewerb bei Strom und Gas
- Energiegipfel: Deutschland bleibt vorerst von hohen Energie-Importen abhängig
- Unionsfraktion hält an Kernenergie fest
- China greift nach Uranquellen - Massiver Ausbau der Atomenergie
- FDP setzt weiter auf Atomenergie
- Gasprom-Streit: Schröder siegt vor Gericht gegen Westerwelle
- COMPUTERBILD: Lebensgefahr durch Festplatten-Netzteil
- Themen des Energiegipfels: Energiesicherheit, Preise und Klimaschutz
- SPD-Generalsekretär warnt vor "rückwärts gewandter Energie-Debatte"
- Regierung: Keine "fachlichen Zweifel" an Bürgschaft für Pipeline
- Marder löst Brand aus: Über 10 000 Haushalte ohne Strom
- Gasprom: Wir haben Staatsbürgschaft für Pipeline-Kredit nicht nötig
- Struck: Kein Wackeln beim Atomausstieg - "Schröder handelte korrekt"
- Entdeckung des bisher größten Gasfeldes in China
- Energiegipfel: Merkels Gästeliste
- Finanzierung für Übernahme von Endesa durch E.ON steht
- STRATO: Erste Flatrate für Festnetz und Handy
- DIW: Atomausstieg führt zu höheren Strompreisen und Abhängigkeit von russischen Gaslieferungen
- Mit ihrer Telekom-Ehe rücken Alcatel und Lucent zur Nummer zwei auf
- Atom-Kontroverse verschärft sich vor Energiegipfel bei Merkel
- US-Ölpreis steigt - Sorge um Angebotsausfälle
- Time Warner will Mobilfunk aufwerten - Ergänzung zu Triple-Play
- Opposition verschärft wegen Gasprom-Bürgschaft ihre Angriffe
- EDF-Chef plädiert für langfristige Nutzung der Kernkraft
- Schröders Gasprom-Engagement stößt auch bei der SPD auf Kritik
- Wettlauf um die letzten Energiereserven - Steinmeier am Polarkreis
- Strommanager legen Merkel 21-Milliarden-Investitionspaket vor
- Alcatel und Lucent: Fusion zum weltweit größten TK-Unternehmen
- Gipfel bei Merkel soll Energie- und Umweltgau abwenden
- Rüttgers fordert mehr Forschungsmittel für Energiebereich

