Mehr Anreize zum Ausbau neuer Stromleitungen gefordert
Berlin - Nach Willen des Bundesumweltministeriums sollen die Stromleitungen zum Abtransport erneuerbarer Energien mehr Geld einbringen als bisher. "Die Rendite beim Netzausbau muss einen Anreiz für Investitionen schaffen", so die Umweltstaatssekretärin Katherina Reiche (CDU) gegenüber der "Süddeutschen Zeitung". Die Regulierung der Netzentgelte soll demnach den Ausbau und die Modernisierung der Stromleitungen nicht länger hemmen.
Bisher kommt der Ausbau nur schleppend voran. Schon 2005 hatte die Deutsche Energieagentur (Dena) in einer 'Netzstudie' einen Bedarf von 850 Kilometer neuen Leitungen ausgemacht, vor allem im Norden und in der Mitte Deutschlands. Sie werden nötig, um das wachsende Aufkommen an Windstrom aus den deutschen Küstenregionen Richtung Süden abzutransportieren.
Martin Fuchs, Geschäftsführer des Netzbetreibers Transpower, hält die garantierten Renditen, über die Stromkunden die Netze finanzieren, für zu niedrig. Vor Steuern erhalten die Netzbetreiber eine Rendite von 9,29 Prozent zugebilligt, festgelegt von der Bundesnetzagentur. "International üblich sind eher zehn bis zwölf Prozent", sagt Fuchs. Die Bundesnetzagentur will davon nichts wissen. "Wir halten die Rendite für angemessen, zumal sie ja auch sicher ist", sagte ein Behördensprecher der Zeitung.
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