Meck-Pomm: Minister erteilt Strompreiserhöhungen eine Absage
dpa
Schwerin (dpa/mv) - Die angekündigten Preiserhöhungen für Strom sind für die Versorger in Mecklenburg-Vorpommern nicht so schnell durchzusetzen. Wirtschaftsminister Otto Ebnet (SPD), dessen Behörde Preisänderungen genehmigen muss, sagte am Mittwoch der dpa: "Es sind keine Gründe ersichtlich, die solche Preisanhebungen notwendig machen würden. Wir haben sowieso in Deutschland schon sehr hohe Strompreise." Derzeit läge dem Ministerium nur ein Antrag eines Stadtwerkes auf eine Strompreiserhöhung vor. Aktuelle Genehmigungen gebe es nicht.
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Am Dienstag hatten mehrere regionale Stromversorger angekündigt, aufgrund der weltweit gestiegenen Erdgaspreise oder der erhöhten Forderungen ihrer Lieferanten Preisanhebungen zu planen. Konkrete Termine wurden noch nicht genannt. Ebnet kritisierte, jede Preiserhöhung koste nicht nur die Bürger mehr Geld, sondern sie erschwere auch die Bemühungen um mehr Arbeitsplätze.
Der Generalsekretär der Landes-FDP, Sebastian Ratjen, machte neben dem hohen Ölpreis auch die "volkswirtschaftlich höchst zweifelhafte und übertriebene Windkraftförderung" für die Preissteigerungen verantwortlich. "Die Verpflichtung der Stromversorger, Windenergie zu einem unwirtschaftlich hohen Preis einzuspeisen, treibt die Strompreise schon seit langem nach oben", monierte er. Durch die Subventionen entstünden Windparks, die nach Ansicht des Politikers niemals auch nur in die Nähe der Wirtschaftlichkeit kommen könnten, weil der Wind nicht ausreiche. Das Geld wäre besser in die Kernfusion investiert worden, meinte er.
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