Marktregulierung setzt Energiebranche unter Spannung
Neben der Regulierung schmälert der schärfere Wettbewerb um den Endkunden die Wachstumsaussichten der Energieversorger. 84 Prozent der Fach- und Führungskräfte sind davon überzeugt, dass Privathaushalte bei Unzufriedenheit künftig schneller ihren Stromversorger wechseln als bisher. Bei der Befragung im Jahr 2005 hatten diese Einschätzung nur 38 Prozent der Energieentscheider geteilt. Anzeichen für die größere Wechselbereitschaft sind bereits erkennbar. Im vergangenen Jahr kehrten doppelt so viele Stromkunden ihrem Anbieter den Rücken wie 2006.
Angesichts dieser Entwicklung rückt der Kunde verstärkt in den Fokus der Energiewirtschaft. Insbesondere das Management der Kundenbeziehungen für Privat- und Gewerbekunden wird zunehmend wichtiger. Die Energieversorger sind sich weitgehend einig: Einerseits müssen bestehende Kundenbeziehungen gefestigt und weiterentwickelt werden. Andererseits wird die Neukundengewinnung außerhalb des angestammten Versorgungsgebietes zunehmend wichtiger. Die Suche nach neuen Abnehmern schlägt sich auch in den Investitionsplanungen der Unternehmen nieder: So stehen bei zwei Drittel der Versorger nennenswerte Investitionen in Marketing und Vertrieb auf der Agenda. Vor allem Stadtwerke und Regionalversorger setzen auf verstärkten Kundenservice und verbesserte Beratungsqualität. Kunden persönlich ansprechen und bedarfsgerecht bedienen gilt unter den kleinen Versorgern als wichtiger Wettbewerbsvorteil gegenüber den großen Anbietern.
Über die bekannte Angebotspalette hinaus sind viele Unternehmen auf der Suche nach neuen Erlösquellen. Geplant sind vor allem zusätzliche Beratungsdienstleistungen. Dank intelligenter Stromzähler wird es beispielsweise bald technisch möglich sein, Kunden individuell und bedarfsgerecht zu beraten. Daneben sehen ein Viertel der befragten Energieversorger im Contracting eine Quelle mit wachsendem Ertragspotenzial. Bei diesem Geschäftsmodell werden beispielsweise Gewerbekunden bei der Sanierung und Optimierung ihrer Energieanlagen unterstützt. Die dadurch erzielten Einsparerfolge teilen sich dann Contractor und Kunde nach einem zuvor vereinbarten Schlüssel. Zudem sind Aktivitäten im Bereich technischer Dienstleistungen und Angebote im Facility Management geplant. Diese erweiterte Angebotspalette sehen zwei Drittel der Energiemanager als notwendigen Beitrag für die Zukunftssicherung des eigenen Unternehmens an.
Neue Geschäftsfelder, wie etwa Energieerzeugung und Energiehandel, sollen vor allem gemeinsam mit Partnern erschlossen werden. Beinahe 80 Prozent der Energ
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