Marktforscher reagieren gelassen auf Googles AdPlanner

dpa
Bild: Adresszeile eines Internetbrowsers


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Mountain View (dpa) - Auf Googles neuen Daten-Service "AdPlanner" für Werbetreibende haben etablierte Marktforscher gelassen reagiert. Einzelheiten des neuen Mess-Dienstes, der Kunden kostenlos ausführliche Daten über das Internet-Verhalten anbietet, seien bislang nicht bekannt, sagte die Chefin des Marktforschungsunternehmens Nielsen Online, Susan Hickey, der "New York Times" (Mittwoch). Das Unternehmen gehe aber davon aus, dass die Kunden auch weiterhin für tief recherchierte Daten über das Verhalten von Internetnutzern zahlen werden.

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Der Suchmaschinenbetreiber Google hatte am Dienstag mit dem "AdPlanner" einen neuen Datendienst angekündigt, der in direkte Konkurrenz mit der Arbeit etablierter Marktforschungs-Unternehmen wie Nielsen und ComScore tritt. Der Service soll unter anderem Daten über das Klick-Verhalten der Besucher, andere besuchte Sites und die jeweilige Verweildauer mit zusätzlichen demografischen Daten kombinieren. Damit sollen Werbetreibende Rückschlüsse ziehen können, wo ihre Anzeigen am besten platziert sind. Individuelle Informationen über die Nutzer würden jedoch nicht ausgewertet, betonte Google. Die Daten würden in anonymen und zusammengefasst zur Verfügung gestellt.

Der neue Service bietet kostenlos an, womit traditionelle Marktforschungsunternehmen ihr Geld verdienen. Vor allem ComScore und Nielsen Online sehen Branchenbeobachter als direkt anvisierte Rivalen. Kritiker stoßen sich allerdings daran, dass Google sowohl Werbeplatz verkauft, als auch mit seinem neuen Service seine Kunden beraten will. "Für einen Werbekunden wäre es das letzte, was er wollte, dass jemand ihn berät, der auch seine Werbegelder einstreicht", sagte Sarah Fay, Werbemanagerin der Aegis North America dem "Wall Street Journal". Auch ComScore-Chef Gian Fulgoni sieht die neue Herausforderung gelassen: "Als Konkurrent von Google wäre es für mich das letzte was ich wollte, ausgerechnet dessen Produkte zu nutzen."



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