Mainova muss Stromnetz-Entgelte um 14 Prozent kürzen

dpa
Bild: Stromleitungen



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Frankfurt/Main (dpa) - Der Frankfurter Energieversorger Mainova muss die Entgelte für die Nutzung seiner Stromnetze in Frankfurt und Hanau um rund 14 Prozent kürzen. Diese Entscheidung der Bundesnetzagentur in Bonn gab die Mainova am Dienstag bekannt. Für die Mainova bedeute dies einen Umsatzrückgang von etwa 9 Millionen Euro in diesem und 26 Millionen Euro im nächsten Jahr. Wie sich das Ergebnis entwickeln werde, lasse sich noch nicht beurteilen. Die gesenkten Gebühren gelten rückwirkend vom 1. September 2006 bis zum 31. Dezember 2007.

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"Die Kürzung unserer Netzentgelte liegt im Rahmen jener Senkungen, die die Bonner Behörde jüngst auch anderen Stromnetzbetreibern vorgeschrieben hat", sagte der Geschäftsführer der 90prozentigen Mainova-Tochter Netzdienste Rhein-Main (NRM), Andreas Roß. Die Entscheidung stelle die NRM ebenso wie die anderen Netzbetreiber vor "enorme wirtschaftliche Herausforderungen". Auch wenn das Unternehmen in mehreren Punkten nicht mit der Bundesnetzagentur übereinstimme, werde die NRM den Bescheid akzeptieren und keine rechtlichen Schritte einleiten.

Die Bundesnetzagentur hat bereits den Stromriesen E.ON, RWE, EnBW und Vattenfall Europe Abschläge bis zu 18 Prozent bei den Strom- Netzgebühren verordnet. Damit will sie niedrigere Strompreise für die Kunden erreichen. Die Netznutzung verbilligt sich nach dem Bescheid für die NRM für einen durchschnittlichen Haushaltskunden mit einem Jahresverbrauch von 3500 Kilowattstunden in Frankfurt um fast 47 Euro und in Hanau um rund 45 Euro. Bezogen auf dieses Beispiel bedeutet dies eine Absenkung der Nettoentgelte für die Netznutzung von rund 20 Prozent, teilte die Netzagentur mit.

Gleichzeitig prüft die Bonner Behörde auch die Durchleitungsgebühren für Gas. Die Netzdienste Rhein-Main erwartet den Gas-Bescheid in den kommenden Wochen. Die NRM, an der auch noch die Stadtwerke Hanau GmbH beteiligt ist, betreut nach eigenen Angaben die Energie- und Wassernetze für das Rhein-Main-Gebiet. Rund 1100 Mitarbeiter überwachen, warten und verwalten die insgesamt 14 000 Kilometer langen Netze für Strom, Erdgas, Wasser und Wärme.



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