Magazin: Netzagentur ermittelt gegen E.ON
Köln/Düsseldorf - Der größte deutsche Energiekonzern E.ON hat möglicherweise auf dem Gasmarkt Konkurrenten benachteiligt. Ein entsprechendes Missbrauchsverfahren habe die Bundesnetzagentur eingeleitet, berichtete die Online-Ausgabe des in Köln erscheinenden Wirtschaftsmagazins «Capital» am Freitag. Eine Behördensprecherin habe bestätigt, dass sich Mitanbieter Essent über die Weigerung E.ONs zur Mitnutzung von Gasleitungen beschwert hat. Im Kern gehe es um die Anbindung eines unter anderem von Essent betriebenen Gasspeichers nahe der niederländischen Grenze.
Unter Berufung auf Branchenkenner heißt es in dem Bericht weiter, dass E.ON die Durchleitung ablehne und dies mit Kapazitätsgrenzen begründe. Zudem verweigere der Düsseldorfer Konzern aus wirtschaftlichen Gründen einen Ausbau des Netzes, obwohl er dazu gesetzlich verpflichtet sei.
E.ON soll dem Blatt zufolge auf Nachfrage erklärt haben, die Ausbauwünsche aller Kunden gleichmäßig berücksichtigen zu müssen. Entsprechende Erhebungen liefen bereits. Essent habe mehrfach versucht, einen vorrangigen Netzausbau zu erreichen.
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