Madagaskar gehört seit neuestem zu den Erdölförderländern
dpa, Verivox | 17.03.2008
Antananarivo (dpa) - Die vor Afrika gelegene Tropeninsel Madagaskar im Indischen Ozean gehört nach jahrzehntelangen vergeblichen Bohrversuchen nun zu den Erdölförderländern. Seit einer Woche werden nach Medienberichten 45 Barrel Erdöl pro Tag (ein Barrel = 159 Liter) im Onshore-Ölfeld Tsimiroro im Morondava-Becken gefördert. Seit 1993 hatte dort das private Unternehmen Madagascar Oil Limited mit Sitz in Houston/Texas nach Rohöl gesucht.
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Die Fördermenge der 10 geplanten Bohrstellen dieses Pilotprojekts soll kurzfristig auf 100 Barrel pro Tag und Pumpe ausgebaut werden. Damit könnten bei dem derzeitigen Verbrauch 10 Prozent des nationalen Bedarfs gedeckt werden. Unklar blieb, wie groß das Potenzial des Ölfeldes ist. Die Regierung der Gewürzinsel, die weltweit größter Exporteur von Vanille ist, hat inzwischen 19 Lizenzen im Off- und Onshore-Bereich an Ölfirmen vor allem aus dem Ausland vergeben.
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