Litauens Präsident Adamkus will Ostsee-Pipeline verhindern
dpa, Verivox | 17.03.2008
Osnabrück (dpa) - Der litauische Präsident Valdas Adamkus hat die Bundesregierung aufgefordert, vom Projekt der Ostsee-Pipeline Abstand zu nehmen. Der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Montag) sagte Adamkus, vor allem unter Umwelt-Aspekten sei eine Gas-Pipeline am Grund der Ostsee absolut unannehmbar." Für den Transport von russischem Gas nach Deutschland und weiter in die EU gebe es billigere und für die Umwelt sicherere Lösungen. Wenn es gelinge, Deutschland und Russland in dieser Frage noch umzustimmen, "schaffen wir für alle Ostsee-Anrainer etwas Positives", sagte Adamkus.
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Scharfe Kritik übte er an Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder. Dieser habe während seiner Regierungszeit "in Geheimabsprachen" für die Ostsee-Pipeline Fakten geschaffen. Dieses Vorgehen habe dem "Geist der EU" widersprochen. "Wir fühlten uns durch Kanzler Schröders Verhalten beleidigt", sagte Adamkus. Mit der Kanzlerschaft Angela Merkels habe sich Deutschlands Umgang mit EU-Partnern "extrem" verändert. Gerade in der Energiepolitik sei Deutschland "erheblich sensibler" für die Interessen seiner EU-Partner geworden - "auch wenn wir da noch Differenzen haben", sagte Adamkus.
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