LichtBlick und Volkswagen wollen Mini-Kraftwerke bauen
Hamburg - Der Hamburger Ökostromanbieter LichtBlick und der Wolfsburger Autobauer Volkswagen planen den Bau von Mini-Kraftwerken als Alternative zur Atomkraft. Das Projekt für den Bau von sogenannten Zuhause-Kraftwerken solle am Mittwoch in Salzgitter vorgestellt werden, sagte LichtBlick-Sprecher Ralph Kampwirth am Sonntag der Nachrichtenagentur AFP. Er bestätigte einen "Spiegel"-Bericht, wonach LichtBlick und VW diese Woche einen weltweit gültigen Exklusivvertrag zum Bau und zur Vermarktung von gasbetriebenen Blockheizkraftwerken abschließen wollen.
Geplant ist demnach, die kleinen Anlagen in den Kellern normaler Wohnhäuser zu installieren. Dort sollen sie Wärme für Heizungen und Warmwasserbedarf bereitstellen. Gleichzeitig könnten die Anlagen gewaltige Mengen Strom in das öffentliche Netz einspeisen. Dank intelligenter Steuerung und Vernetzung soll das vorzugsweise dann passieren, wenn am Markt ein hoher Strombedarf besteht.
Durch die äußerst schnellen Reaktionszeiten könnten dann 1.000, 10.000 oder auch 100.000 Anlagen zu einer Art virtuellem Großkraftwerk zusammengeschaltet werden, um die notwendige Menge Strom in das öffentliche Netz einzuspeisen. Mindestens zwei große Atomkraftwerke oder Kohlemeiler sollten durch die Mini-Kraftwerke ersetzt werden.
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