Leipziger Wasserwerke: Mitarbeiterin zweigt 600.000 Euro ab
dpa
Leipzig (dpa) - Die Leipziger Wasserwerke haben einer Mitarbeiterin fristlos gekündigt, weil sie 600 000 Euro auf ihre Privatkonten abgezweigt haben soll. "Wir haben Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft erstattet", bestätigte Unternehmenssprecher Jarno Wittig am Dienstag Medienberichte. Aufgeflogen war der Fall im Mai bei Routineüberprüfungen. Die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen aufgenommen und versucht im Rahmen der Vermögensabschöpfung das Geld zurück zu holen, sagte Behördensprecher Ricardo Schulz der dpa.
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Die Wasserwerke gehen davon aus, dass dem Unternehmen kein wirtschaftlicher Schaden entstanden ist. Nach bisherigem Kenntnisstand seien die veruntreuten Gelder noch vorhanden, hiess es. Zudem habe die Frau dem Wasserversorger eine Rückzahlung angeboten.
Nach ersten Verdachtsmomenten hatte das kommunale Unternehmen eine Tiefenprüfung veranlasst. Dabei seien 18 000 Kontobewegungen und etwa 40 000 Belege analysiert worden, sagte Wittig. "Die Mitarbeiterin ist sehr raffiniert und mit viel Kalkül vorgegangen." Ihr Vorgehen zeuge von einem hohen Mass an krimineller Energie. Die Frau sei im Mai zunächst beurlaubt und wenig später fristlos gekündigt worden. Bislang habe sie sich nicht dagegen gewehrt.
Bei den Wasserwerken sind derzeit rund 560 Menschen beschäftigt. Laut Wittig gibt es zahlreiche Kontrollmechanismen. "Gegen kriminelle Energie ist letztlich kein Unternehmen komplett gewappnet", sagte er.
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