Langsamer Netzausbau behindert erneuerbare Energien
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Berlin - Wegen Verzögerungen beim Stromnetzausbau werden Anlagen zur Gewinnung erneuerbarer Energien immer wieder vom Netz genommen. Dringend nötig seien sogenannte Abregelungen, welche eine Überlastung der Netze mit zu viel Strom verhindern sollen. Dies geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der SPD-Fraktion im Bundestag hervor, wie der Pressedienst des Bundestages am Mittwoch berichtete.
Wie viel eigentlich erzeugte erneuerbare Energie deshalb nicht ins Netz eingespeist werden kann, sei derzeit allerdings nicht nachzuvollziehen.
Für den Einsatz erneuerbarer Energien etwa von Windrädern oder Solaranlagen müssen die Stromnetze umgebaut werden. Notwendig sind Netze, die einfacher auf die schwankende Verfügbarkeit reagieren können, etwa wenn gerade kein Wind oder wenn besonders viel Wind weht. Im Bau sind laut Regierung derzeit 24 Leitungen, die als vordringlich gelten. Keine dieser neuen Leitungen werde allerdings voraussichtlich planmäßig fertig gestellt werden.
Die Regierung betonte in ihrer Antwort, die Stromnetze müssten kurz- oder mittelfristig für erneuerbare Energien optimiert werden. Mittel- oder langfristig müssten zudem Energiespeicher geschaffen werden. Diese können Strom speichern, wenn gerade mehr Energie verfügbar ist als von den Verbrauchern nachgefragt wird; sie geben die Energie wieder ab, wenn die Nachfrage höher als das aktuelle Angebot ist.
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