Kurth: Umfassende Kontrolle der Strom- und Gasnetzbetreiber
dpa | 28.06.2005
Düsseldorf (dpa) - Sämtliche 1.600 Strom- und Gasnetzbetreiber in Deutschland werden sich mit ihren Durchleitungspreisen im kommenden Jahr einer detaillierten Kontrolle unterziehen müssen, erwartet der Präsident der künftigen Bundesnetzagentur, Matthias Kurth. "Ich bin überzeugt, dass wir bei der vorgesehenen Genehmigung der Netzentgelte die vom Gesetzgeber gewünschten Fristen einhalten können", sagte Kurth dem "Handelsblatt" (Dienstag). Er widersprach damit Voraussagen, die Behörden von Bund und Ländern könnten die Vorgaben des kürzlich verabschiedeten Energiewirtschaftsgesetzes wegen Arbeitsüberlastung nicht in vollem Umfang einhalten.
- Anzeige -
Kurth bezog in seine Voraussage ausdrücklich die Aufsichtsbehörden der Länder mit ein. Sie sollen künftig kleinere Netzbetreiber mit maximal 100.000 Kunden kontrollieren. Demgegenüber soll sich die Bundesnetzagentur - die bisherige Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post - auf die grösseren Unternehmen konzentrieren. "Die Länder haben im Gesetzgebungsverfahren grossen Wert darauf gelegt, kleinere Netzbetreiber in eigener Regie zu überwachen", sagte Kurth. Deshalb gehe er davon aus, dass sich nun auch sie dieser Aufgabe stellen werden.
Das neue Energiewirtschaftsgesetz war Mitte Juni von Bundestag und Bundesrat beschlossen worden. Es soll zusammen mit einer Serie von Rechtsverordnungen im Juli in Kraft treten und den Wettbewerb im Energiesektor stärken. Die Kosten für die Netz-Durchleitung machen Kurth zufolge etwa bei Strom rund ein Drittel des Endpreises aus.
Weitere Nachrichten vom 28.06.2005
- AOL startet DSL-Flatrate für 9,99 Euro
- Hintergrund: ITER, die Kernfusion, ihre Voraussetzungen und die Radioaktivität
- Internetfähiges Kabelnetz für 113.000 Haushalte in Dresden
- Apple setzt auf Audioprogramme aus dem Internet
- Staatsregierung: Bayern Nummer eins bei regenerativen Energien
- DSL-Flatrates: Großer Vergleichstest bei Verivox
- Strato gewinnt DSL-Test und dreimal "sehr gut"
- Internationaler Fusionsreaktor ITER wird in Frankreich gebaut
- Aus für Aluminiumhütte Stade endgültig - noch Hoffnung für Hamburg
- Streit um Netzzugang: Mainova unterliegt vor BGH
- Verivox präsentiert neue Stromstudie – Transparenz für den Strommarkt
- Niederländischer Mobilfunk-Marktführer kauft Nummer drei
- Merkel will Breitbandtechnologie stärken
- Leipziger Wasserwerke: Mitarbeiterin zweigt 600.000 Euro ab
- Überhöhte Netzentgelte: BGH hebt Urteil des OLG Düsseldorf auf
- Hintergrund: Wurm Sasser brachte es zu trauriger Berühmtheit
- Internet-Wurm Sasser beschäftigt Gericht - Prozessbeginn am 5. Juli
- Yahoo! startet personalisierte Internetsuche

