Kurth fordert Mobilfunkunternehmen zu engerer Kooperation auf
Düsseldorf - Der Chef der Bundesnetzagentur, Matthias Kurth, fordert die Mobilfunkunternehmen zu einer intensiven Kooperation auf. Kurth sagte dem "Handelsblatt" (Mittwochausgabe), dass die Zeit dafür reif sei, weil der Kostendruck für die Unternehmen steige. Er arbeite an Regeln, wie die vier Netzbetreiber den Großteil ihrer Technik teilen könnten. Zur Zeit teilen sich die Konzerne nur Mobilfunkmasten und Antennen. Kurths Vorschlag ist, dass sie auch aktive Infrastruktur wie Software und die Technik für den Gesprächsaufbau gemeinsam nutzen. Die Entscheidung liege aber bei den Mobilfunkunternehmen. Sie wollten niemanden dazu zwingen, sagte Kurth.
Die Regeln sind Teil des Designs für die größte Auktion von neuen Mobilfunkfrequenzen, die es je gab. Sie ist für Anfang kommenden Jahres geplant. Ziel ist, auf dem Land via Mobilfunk schnelle Internetverbindungen anzubieten. Einen Wettbewerb der mobilen Infrastrukturen hält Kurth in den Dörfern nicht für nötig und setzt deshalb auf Kooperationen. Die Unternehmen signalisierten Interesse. "Wir sind grundsätzlich offen für neue Lösungsvorschläge, wie der Ausbau auf dem Land wirtschaftlich gestaltet werden kann", hieß es bei der Deutschen Telekom
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