Kritische Sicherheitslücke in Mobiltelefonen von Sony Ericsson

Verivox
Bild: Hand mit Smartphone



gesamtes Archiv
RSS-Feed abonnieren



Wie sicher sind Handys? Mit dieser Frage beschäftigte sich der Informatiker Adrian Nowak vom Technologie-Zentrum Informatik der Universität Bremen (TZI) im Rahmen seiner Diplomarbeit zum Thema "Sicherheit mobiler Endgeräte". Das Ergebnis seiner von Dr. Karsten Sohr betreuten Untersuchung: In Mobiltelefonen von Sony Ericsson gibt es eine kritische Sicherheitslücke.

- Anzeige -
Diese ermöglicht es einem Angreifer, den vollständigen Lese- und Schreibzugriff auf das interne Dateisystem dieser Mobiltelefone zu erlangen. Dort befinden sich neben den Einstellungen für das Mobiltelefon auch persönliche Nachrichten (SMS, MMS, E-Mail) und sicherheitskritische Zertifikate. Wird solch ein Zertifikat ersetzt, kann ein Angreifer sich als Hersteller des Mobiltelefons ausgeben. So erhält er Zugriff auf alle geschützten Funktionen des Gerätes und kann den Benutzer ausspionieren oder ihm durch das unbemerkte Versenden von Premium-SMS und -MMS finanziellen Schaden zufügen. Die Anfertigung von Ton- und Bildaufnahmen, das Auslesen des Adressbuches und Terminkalenders sowie der persönlichen Nachrichten (SMS, MMS, E-Mail) oder die Erstellung eines Bewegungsprofils des Benutzers stellen dabei nur einige Möglichkeiten des Missbrauchs dar.

Um ein Opfer dieser Sicherheitslücke zu werden, reicht es aus, sich Anwendungen oder Spiele auf das Mobiltelefon zu laden, in denen bösartige Anweisungen versteckt sind. Ist solch ein Trojanisches Pferd erst einmal installiert, müssen nur noch zwei harmlos wirkende Sicherheitsmeldungen bestätigt werden, die sogar bei vertrauenswürdigen Anwendungen angezeigt werden. Für den Benutzer ist es somit unmöglich, zwischen bösartiger und ungefährlicher Software zu unterscheiden. Genauso wie bei PCs müssen Benutzer von Mobiltelefonen auch darauf achten, Software nur aus vertrauenswürdigen Quellen zu beziehen.

Von der Sicherheitslücke betroffen ist ein Großteil der Mobiltelefone von Sony Ericsson, die in den Jahren 2005 bis 2007 verkauft wurden.Der Gerätehersteller ist bereits über das Sicherheitsproblem informiert worden.



Weitere Nachrichten vom 13.11.2007


 
Surf-Tipps
Aktionen
Benachrichtigungsservice
Aktuelle Tarifangebote für
Sie zusammengestellt.
Wechseln über Verivox
Herr Müller zeigt, wie's geht. Herr Müller
  • Schnell und einfach sparen
  • Über 12 Jahre Erfahrung
  • Über 4 Millionen Kunden
mehr Vorteile
Services
MeinVerivox
  • Newsletter mit Spartipps
  • Aktionen & neue Tarife
  • Aufträge verfolgen