Kritik der Umwelthilfe an CO2-Abbau-Plänen - Gabriel: Unbegründet

dpa
Bild: Stromleitungen



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Berlin (dpa) - Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat die Pläne der Bundesregierung zum Handel mit Kohlendioxidzertifikaten kritisiert. Die Umwelthilfe wendet sich dagegen, die Zertifikate, mit denen der Ausstoß des klimaschädlichen Gases verringert werden soll, zu verschenken. Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) wies die Vorwürfe als unbegründet zurück; Deutschland behalte seine Vorreiterrolle beim Klimaschutz.

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"Der Staat wird zuvor kostenlos verschenkte Zertifikate teuer zurückkaufen müssen", warnte DUH-Bundesgeschäftsführer Rainer Baake, der früher unter Minister Jürgen Trittin (Grüne) Staatssekretär im Bundesumweltministerium war. Zudem bemängelte er eine seiner Meinung nach falsche Bemessungsgrundlage für die Obergrenze des Ausstoßes von Kohlendioxid (CO2) in den nächsten Jahren.

Die aktuellen Pläne der Regierung zur Beschränkung des Kohlendioxidausstoßes - der so genannte nationale Allokationsplan 2 (NAP 2) - wurde vom Bundeskabinett Ende Juni beschlossen. Schon damals hatten Umweltverbände dagegen protestiert.

Gabriel sagte: "Unser Allokationsplan für die zweite Handelsperiode ist weitaus anspruchsvoller und ehrgeiziger als das, womit sich der frühere grüne Staatssekretär und heutige Geschäftsführer der DUH für die erste Periode zufrieden gegeben hat." In der ersten Handelsrunde habe das Reduktionsziel nur bei 3 Millionen Tonnen Kohlendioxid pro Jahr gelegen, so Gabriel. "Wir verschärfen dieses Ziel um das fünffache auf 15 Millionen Tonnen."

Die Bundesregierung vergibt an Stromkonzerne und Industrie die Rechte zum Ausstoß des klimaschädlichen Kohlendioxids. Dieser Handel mit Zertifikaten soll zu mehr Klimaschutz führen. Die Unternehmen können Kohlendioxid nur ausstoßen, wenn sie dafür die nötigen Handelsrechte besitzen. Wer vergleichsweise sauber produziert, kann Zertifikate verkaufen. Wer stärker verschmutzt, muss zukaufen. Der Handel richtet sich nach Angebot und Nachfrage.



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