Krise drückt Gewinn des Energieversorgers EnBW weiter

dpa
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Karlsruhe - Die Wirtschaftskrise drückt weiter den Gewinn des Energiekonzerns EnBW, dennoch ist das drittgrößte deutsche Stromunternehmen mit den Ergebnissen zufrieden. Die "insgesamt stabile Geschäftsentwicklung" sei in den ersten neun Monaten bestätigt worden, teilte ein Sprecher der EnBW am Freitag in Karlsruhe mit. Der Stromabsatz ging gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 6,6 Prozent auf 89,3 Milliarden Kilowattstunden zurück. Grund dafür ist vor allem die gedrosselte Produktion in der Auto- und Maschinenbaubranche. Der Verkauf an die Haushaltskunden war hingegen von der Krise kaum beeinflusst.


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Der Konzernüberschuss verringerte sich um 69,3 Millionen auf 712,8 Millionen Euro - zum einen weil weniger Strom verkauft wurde, vor allem aber, weil der Konzern kräftig in Kraftwerke und Beteiligungen investierte. Der Umsatz blieb mit 11,7 Milliarden Euro dagegen weitgehend unverändert.

Das operative Ergebnis (EBIT) lag mit 1,4 Milliarden Euro etwas höher als im Vorjahreszeitraum (1,36 Milliarden Euro). Der Stromversorger begründete dies mit besseren Ergebnissen bei Erzeugung, Handel sowie Energie- und Umweltdienstleistungen.

"Die stabile Geschäftsentwicklung ist Grundlage unserer Wachstumsinvestitionen. In den ersten neun Monaten haben wir bereits 2,5 Milliarden Euro mehr als im gesamten Vorjahr investiert", so EnBW-Chef Hans-Peter Villis in einer Mitteilung. Insgesamt hat die EnBW in den ersten neun Monaten 3,8 Milliarden Euro aufgebracht - darunter allein rund zwei Milliarden Euro für die 26-Prozent-Beteiligung beim Oldenburger Versorger EWE, aber auch für Kohlekraftwerke und Windparks.

Zum 30. September beschäftigte das Unternehmen 20 997 Mitarbeiter und damit 496 mehr als zum Jahresende 2008. Größte EnBW-Aktionäre sind der französische Stromkonzern Electricité de France (EdF) und der Zweckverband Oberschwäbische Elektrizitätswerke (OEW) mit jeweils 45,01 Prozent.



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