Kreise: Energieriese RWE an EU-Gaspipeline Nabucco beteiligt
AFP, Verivox
Wien (AFP) - Der Energiekonzern RWE soll am Dienstag offenbar der sechste Partner beim EU-Gasleitungsprojekt Nabucco werden. Dies verlautete am Montag übereinstimmend aus verschiedenen informierten Kreisen. Nabucco-Sprecher Christian Dolezal kündigte unterdessen an, ein "sechster Partner" werde seine Unterschrift am Dienstag um 18.00 Uhr in Wien unter die Projektpläne setzen. Dann solle auch die Identität des Partners bekanntgegeben werden. Die Gas-Pipeline Nabucco soll 3300 Kilometer lang werden und Europa Alternativen zu russischen Erdgaslieferungen erschließen.
Bislang gehören dem Nabucco-Konsortium fünf Mitglieder an: der österreichische OMV-Konzern, die ungarische MOL, die rumänische Transgaz, Bulgargas aus Bulgarien und die türkische Botas. Der nordrhein-westfälische Energieriese RWE galt bereits seit Dezember als Favorit im Rennen um den Platz als sechster Partner.
Unterdessen kündigte der rumänische Präsident Traian Basescu an, auch der französische Energiekonzern Gaz de France werde als Partner bei Nabucco einsteigen und damit siebtes Mitglied des Konsortiums. Er habe mit dem französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy vereinbart, dass das Unternehmen sich an Nabucco beteilige und Rumänien dies unterstütze, sagte Basescu bei einer Pressekonferenz mit Sarkozy. Baubeginn für die Pipeline soll das Jahr 2009 sein. Nach der für 2012 geplanten Fertigstellung soll Nabucco 31 Milliarden Kubikmeter Gas im Jahr befördern können.
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